Meinrad An der Allmend

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Meinrad (Jakob Franz) An der Allmend (* 4. Oktober 1620 von Luzern; † 26. Dezember 1670)

Lebensdaten

Profess: 23. Mai 1638

Weihe: 23. Dezember 1645

Ämter

Lehrer in Muri: 1645–1654

Kustos: 1647–1653

Präzeptor: 1653–1654

Vestiar: 1654–1657

Pfarrer in Homburg: 1657–1661

Pfarrer in Bünzen: 1661–1663

Pfarrer in Muri: 1663–1670

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn des Jost An der Allmend und der Jakobea Segesser.

Paten: J. Jakob Bircher, Margreth Bechler.

Lebensbeschreibung

P. Meinrad legte 1638 in Muri Profess ab.[1] Er studierte Theologie in Rorschach und wurde 1645 zum Priester geweiht. Danach war er vor allem als Lehrer tätig. 1647 wurde er zudem Kustos. Am 24. Okt. 1653 wurde er zum Präzeptor der Knaben der Klosterschule ernannt.[2] Am 2. Dezember 1654 folgte die Ernennung zum Vestiar.[3] Als der bisherige Pfarrer von Homburg, P. Hieronymus Troger, zum Ökonom in Klingenberg ernannt wurde, folgte am 20. Juni 1657 die Ernennung von P. Meinrad zum Pfarrer von Homburg.[4] Bereits am 9. März 1661 wurde er zum Pfarrer von Bünzen, an Stelle des verletzten P. Ambros Müller, ernannt.[5] Am 14. Juni 1663 wurde er zum Pfarrer von Muri ernannt für den neuen Subprior P. Johannes Gallati.[6]

Als Pfarrer von Muri hatte P. Meinrad von Ruedi Leuthart (1670 als verstorben bezeichnet) dessen Haus und Garten gekauft und hernach wegschleiffen lassen, um einen grösseren Kirchplatz zu gewinnen. Darauf hatte er mit Hans Bürgisser u. Felix Rey deshalb Streit bekommen, den dann Abt Fridolin Summerer u. Grosskeller P. Augustin Ab Uri nach genommenem Augenschein entschieden. (siehe dazu noch die stenografische Notizen im Zettelkasten von P. Adelhelm Rast)[7]

P. Meinrad führte Korrespondenz mit seinem Bruder Joseph, über einen Streitfall zwischen Ruswil und Sursee, wegen des Begräbnisses von Hans Jacob Stirnemann, der gewünscht hatte in Ruswil begraben zu werden, obwohl er im Pfarrgebiet v. Sursee wohnte. Für die Zukunft sollte der Rezess vom 8. Oktober 1676 bestimmen, dass niemand sich in einer anderen Pfarrei bestatten lassen dürfe ohne die Einwilligung des zuständigen Wohnortspfarrers. Es gab aber auch danach immer wieder solche Streitigkeiten (siehe Akten OIII/E 1-14).[8]

P. Meinrad starb 1670.

Teilw. stenografische Notizen zu P. Meinrad sowie Informationen zu seinen Reisetätigkeiten im Zettelkasten von P. Adelhelm Rast.

Werke

  • Catalogus Parochianorum Murensium. Anno 1663 incoeptus confirmatus usque ad anno 1669. 325 S. und 17 Folianten unpaginiert. Pfarrei Archiv Muri.

Einzelnachweise

  1. Konzept einer Quittung für die Auszahlung des Auskaufs: „Wir Joan. Jodocus… Bekhennen und thun Kundt…, dass der… Jost an der Almendt Bürger und Landschryber zu Lucern unserem Gottshaus zu Handen F. Meinradi an der Almendt seines geliebten Sohns unser professen für desselben seins Sohns künftig vätter- redt müeterlich erbtheil auch für all ander Erbsledige anfehl 500 [Gulden] in Müntz der Stat Lucern Wehrung sambt einem Silber vergülten Dablet albereit würklichen erlegt und bezahlt…“, siehe: StAAG AA/5677, V/f.8. (Gemäss Zettelkasten P. Adelhelm Rast)
  2. StAAG AA/5920, B III Z. (Gemäss Zettelkasten P. Adelhelm Rast)
  3. Private Kap. Akten. (Gemäss Zettelkasten P. Adelhelm Rast)
  4. Private Kap. Akten. (Gemäss Zettelkasten P. Adelhelm Rast)
  5. Act. Cap. I/97. (Gemäss Zettelkasten P. Adelhelm Rast)
  6. StAAG AA/5920, Act. Cap. I/119. (Gemäss Zettelkasten P. Adelhelm Rast)
  7. StAAG AA/5966, G IV/K15. (Gemäss Zettelkasten P. Adelhelm Rast)
  8. StAAG AA/6052. (Gemäss Zettelkasten P. Adelhelm Rast)

Bibliographie

  • Professbuch: Nr. 410.