Fischbach-Göslikon

Aus Muri
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Pfarrei Fischbach-Göslikon

Das Kloster Muri war nur in der Zeit von 1159 bis 1328 im Besitz dieser Pfarrei. Die heutige Pfarrei Maria Himmelfahrt gehört zum Seelsorgeverband (SSV) Niederwil – Fischbach - Göslikon. Die heute benutzten Gotteshäuser, die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt, die Rochuskapelle und die Banneuxkapelle stammen aus der nachklösterlichen Zeit.

Da die Einkünfte bescheiden waren, verkaufte das Kloster Muri die Kollatur 1328 um 40 Mark Silber (140 Pfund) an die Ritter Gessler von Meienberg. Diese verkauften die Kollatur 1359 für 60 Mark Silber an die Köngign Agnes weiter, welche sie dem Spital Baden schenkte. [1]

Pfarrer, Seelsorger, Anfang bis 1841

  • um 1245 Conrad von Mure
  • um 1397 Arnold Schwarz
  • 1449–1453 Nikolaus Ronnenberg [1]
  • 1453–1475 Kaspar Refle, nachher Pfarrer in Mellingen [2]
  • 1475–1493 Johannes Murer (oder Maurer) [3]
  • 1493–1501 Ulrich Appenzeller von Baden, nachher Kaplan in Baden [4]
  • 1501–1505 Heinrich Meier von Baden, vorher Kaplan in Baden [5]
  • 1505–? Paul Erlacher [6]
  • 1588–? Johann Suter [7]
  • 1741–1744 Joseph Anton Kopp (* 1701; † 1744) von Baden [8]
  • 1745–? Joseph Leontius Hertle (* 1718) von Baden [9]
  • 1787–1794 Franz Thaddäus Falk aus Baden [10]

Chronik

  • 1048 erste Erwähnung der Kirche Fischbach im Zusammenhang mit deren Einweihung
  • 1048/1049 Weihung der ersten Kirche am 16. August durch Bischof Theoderich von Konstanz zu Ehren der Allerseligsten Jungfrau Maria, des Heiligen Kreuzes, der Heiligen Ulrich, Verena, Walpurgis und Margaretha
  • 1159 Erwerb der Pfarrei durch das Kloster Muri
  • 1245 Leutpriester: Conrad von Muri
  • 1360 Übergang vom Kloster Muri an das Agnesspital in Baden
  • 1415 Eroberung durch die Eidgenossen , Fischbach und Göslikon Teil des Amtes Hermetschwil (auch Krummamt genannt) in den Freien Ämtern, einer gemeinen Herrschaft.
  • 1529 Übertritt der Einwohner zur Reformation
  • 1529 erneute Weihe nach dem Bildersturm am 24. Mai durch Weihbischof Melchior von Konstanz
  • 1531 Rückkehr zum alten Glauben nach dem Zweiten Kappelerkrieg
  • 1758 Wand- und Deckenfresken in der Pfarrkirche von Franz Anton Rebsamen aus Sigmaringen

Nachwuchs Muri-Gries

Übriger Klosternachwuchs

Bibliographie

  • Anton Egloff: Die Göslikoner Kirchweihe vom 16. August 1048/49. In: Unsere Heimat. Band 29, 1955, S. 46–54 (e-periodica.ch [abgerufen am 9. Januar 2024]).
  • Otto Mittler: Geschichte der Stadt Baden – Band 1: Von der frühesten Zeit bis um 1650. Aarau 1962.
  • Siegrist, Jean Jacques, Zur Frühgeschichte des Bremgartner Stadtbanns, in: Unsere Heimat. Jahresschrift der Historischen Gesellschaft Freiamt 1968. [12]
  • Strebel, Karl, Verzeichnis der nach Göslikon pfarrgenössigen Wohler Hofstätten, in: Unsere Heimat. Jahresschrift der Historischen Gesellschaft Freiamt 32 (1958), 48–49. [13]
  • Wymann, Eduard, Exorzismen gegen die Engerlinge, in: Obwaldner Geschichtsblätter 2 (1904) 126-138.
  • ?, Das Jahrzeitbuch der Pfarrkirche Göslikon, in: Unsere Heimat 19 (1945), 50-80. [14]

Einzelnachweise

  1. Otto Mittler: Geschichte der Stadt Baden – Band 1: Von der frühesten Zeit bis um 1650. Aarau 1962, S. 164.