Winterschwil, Mühle

Aus Muri
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Liegenschaft

Die Liegenschaft bestand damals aus der Mühle mit Zugehör, 2 Jucharten Baumgarten, 4 Jucharten Wiesland und 16,5 Jucharten Ackerland. Für diese Investition musste ein Preis von 3500 Gulden erbracht werden.

Die Liegenschaft besteht heute noch und kam 2014 mit folgender Beschreibung zum Verkauf: " Die "alte Mühle Winterschwil" - auch als Meienberghof bekannt - ist ein historisches, stattliches Bauernhaus, das im idyllisch und etwas versteckt gelegenen Weiler Winterschwil (Gemeinde Beinwil Freiamt) zu finden ist. Der gut erhaltene Flecklingsständerbau wurde 2007 aussen restauriert und ist das Hauptgebäude eines ehemaligen landwirtschaftlich-gewerblichen Grossbetriebs, dem ausser der Getreidemühle und der Bäckerei auch eine Sägemühle sowie eine ebenfalls mit Wasserkraft aus dem Mühleweiher angetriebene Ölpresse angegliedert waren. Die heutige Grundstücksfläche von insgesamt 14'024 m2 umfasst den Gebäudeplatz, das Sägeumgelände, den Mühleweiher, den Weiherdamm, Wiese, Wald sowie den Kanalzulauf vom Altbach zum Weiher. Das Grundstück befindet sich in der Landwirtschaftszone mit überlagerter Weilerzone Winterschwil und ausserhalb des bäuerlichen Bodenrechts. Interessant sind auch die zugehörigen Dienstbarkeiten, die in früheren Zeiten für die Existenz des Betriebes wichtig waren, wie: Eine halbe Dorfgerechtigkeit zur Abdeckung des Holzbedarfs, ein ehehaftes Wasserrecht mit Zufluss zum Mühleweiher, ein Quellenrecht, die Benützung eines Griensammlers für den Kies- und Sandbezug sowie ein ehehaftes Fischereirecht im Mühleweiher. Auf dem weitläufigen Grundstück der alten Mühle Winterschwil befinden sich ein grosses Wohnhaus mit Bäckerei und Mühlenkammer (Hauptgebäude), ein Schweinestall, die Sägerei sowie die angebaute ehemalige Ölpresse mit Schopfanbau und Hühnerhaus, ein Waschhaus, ein grosser Holzschopf und zwei weitere Hühnerhäuser."

Die Mühle steht seit 2007 unter kantonalem Denkmalschutz.

Chronik

  • vor 1563 Bau der Mühle
  • 1563 Kauf durch Abt Johann Christoph von Grüth von dem Müller Peter Bucher
  • 1565 Erweiterung um den Mühlekeller
  • 17. Jh. Wohnaufbau
  • 1809 Umbau
  • 19. Jh. Anbau der Bäckerei
  • 1891 erneuter Umbau
  • 1910 Einstellung des Mühlebetriebes
  • 1946 Einstellung des Bäckereibetriebes
  • 2007 Aussenrenovation des Mühlegebäudes

Besitzer

  • davor Müller Suter
  • bis 1563 Peter Bucher, Müller
  • 1563-1640 Kloster Muri
  • 1640- Nietlisbach
  • 1876-1911 Jakob Nietlisbach (* 9. Juni 1849 in Beinwil; † 19. November 1918 in Muri), Neffe von Pfarrer und Domherr Josef Nietlispach in Wohlen, [1] [2] Vater von von Emil Nietlispach, Nationalrat und Bundesrichter [3] [4]
  • 1911- Johann Meienberg
  • aktuell Lukas Villiger, Landwirt, Buckackerhof in Alikon (Gemeinde Sins).

Bibliographie

  • Ribolla, Marc, Montessori-Schule: «Dieses Projekt könnte den Weiler kaputt machen», in: Aargauer Zeitung vom 29. September 2020. [5]
  • Schambron, Eddy, Historisches Freiamt: Vier Millionen Franken für eine Reise in die Geschichte, in: Aargauer Zeitung vom 22. August 2015. [6]
  • Schambron, Eddy, In der alten Mühle soll die erste Schweizer Oberstufenschule nach Montessori-Konzept entstehen, in: Aargauer Zeitung vom 12. Januar 2019. [7]
  • ?, Der Nationalratspräsident aus Beinwil: Ein Kämpfer in schwierigen Zeiten, in: Aargauer zeitung vom 18. April 2015. [8]