Benedikt Waltenspül: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Benedikt (Paul Leonz) Waltenspül''' (* [[10. Februar]] [[1809]] von Muri;  † [[24. Mai]] [[1869]] Sarnen)
 
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[[Datei:Gasthaus Rössli, Muri.jpg|thumb|right|Gasthaus Rössli, Muri - Elternhaus, von 1724 bis 1882 im Familienbesitz [https://www.ag.ch/denkmalpflege/suche/detail.aspx?ID=42558] ]]
  
 
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===Eltern===
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* Joseph Leonz Benedikt Waltenspül (* 1783), Wirt Gasthaus Rössli, Muri, und seine erste Ehefrau Anna Barbara Amhof, Muri-Egg. In zweiter Ehe war er mit Katharina Waltenspül verheirat
  
=== Verwandtschaft ===
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===Grosseltern===
Sohn des Jost Leonz Bernhard Waltenspül und der Anna Barbara Waltenspül, Muri-Egg.
 
  
Geschwister:
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* Leonz Waltenspül (* 1718), Wirt Gasthaus Rössli, Muri, und seine Ehefrau Anna Maria Nietlispach
  
* P. Fridolin Waltenspül (1803–1881), OSB, Konventuale im [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Rheinau Benediktinerkloster Rheinau], letzter Prior vor Klosteraufhebung<ref>Henggeler, Rudolf, Professbuch der Benediktinerabteien Pfäfers, Rheinau, Fischingen, Monasticum-Benedictinum Helvetiae II. Band, Zug 1931, 371.</ref>
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===Urgrosseltern===
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* Leonz Waltenspül (* 1695), Wirt Gasthaus Rössli, Muri, und seine Ehefrau Elisabeth Werder
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===Geschwister und deren Nachkommen===
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* P. Fridolin Waltenspül (1803–1881), OSB, Konventuale im [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Rheinau Benediktinerkloster Rheinau], letzter Prior vor Klosteraufhebung<ref>{{Literatur | Autor=Rudolf Henggeler |Titel=Professbuch der Benediktinerabteien Pfäfers, Rheinau, Fischingen | Reihe=Monasticon-Benedictinum Helvetiae |BandReihe=II |Ort=Zug |Datum=1931 | Seiten=371}}</ref>
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* Joseph Leonz Waltenspül (* 1826) und Eleonoria Theresia Trapp (* 1832)
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** Henriette Waltenspül (* 1860), verheiratet mit Eduard Philipp Lange (* 1857)
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*** Karl Eduard Alexander Lange (* 1882; † 1946), verheiratet mit Luise Johanna Becker
  
 
== Lebensbeschreibung ==
 
== Lebensbeschreibung ==
P. Benedikt wurde in Muri-Egg geboren und legte 1831 als letzter Priestermönch in Muri Profess ab. Im Kloster versah er die Ämter des [[Kustos]] und des [[Kellerar]]s. Nach der Aufhebung des Klosters 1841 verbrachte er einige Zeit in seinem Elternhaus in Muri, war dann für einige Wochen in Boswil und später im Uttingerhof bei Zug. Im Herbst 1841 kam er nach Sarnen und übernahm als Lehrer die Primarschule im Dorf. Im Herbst 1841 wurde er [[Lehrer]] im Kollegium Sarnen. 1845 übernahm er das Amt des [[Rektor]]s, 1853 des [[Dekan|Superior]]s. Bis 1854 weilte oft in der [[Volksmission]] und verbrachte viel Zeit im Beichtstuhl. Ausserdem sei er ein renommierter Rubrizist und [[Direktorist]] gewesen. In seiner Zeit als Rektor und Superior gab es auch Spannungen mit den Mitbrüdern, z.B. mit dem damals jungen P. [[Augustin Grüniger]], der fürchtete, wenn P. Benedikt das Amt des Superiors tatsächlich antrete, würde alles von dessen Launen abhängen und die Dienstboten würden kündigen. Trotz Klagen blieb P. Benedikt in Sarnen. Er weigerte sich, nach Gries zu gehen, weil er der Meinung war, nicht auf diesen Ort Profess abgelegt zu haben. "Nach Muri, wo ich keine missvergnügte Stunde verlebte, zurückzukehren, bin ich jeden Augenblick bereit. [..] Für Gries war ich nie gestimmt." P. Benedikt starb 1869 an "Wassersucht" und wurde im Frauenkloster St. Andreas bestattet.<ref>Unterlagen [[Professbuch]] P. [[Adelhelm Rast]] und Abt [[Dominikus Bucher]] sowie Zettelkatalog P. [[Adelhelm Rast]] im StiAMG Sarnen.</ref>
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P. Benedikt wurde in Muri-Egg geboren und legte 1831 als letzter Priestermönch in Muri Profess ab. Im Kloster versah er die Ämter des [[Kustos]] und des [[Kellerar]]s. Nach der Aufhebung des Klosters 1841 verbrachte er einige Zeit in seinem Elternhaus in Muri, war dann für einige Wochen in Boswil und später im Uttingerhof bei Zug. Im Herbst 1841 kam er nach Sarnen und übernahm als Lehrer die Primarschule im Dorf. Im Herbst 1841 wurde er [[Lehrer]] im Kollegium Sarnen. 1845 übernahm er das Amt des [[Rektor]]s, 1853 des [[Dekan|Superior]]s. Bis 1854 weilte oft in der [[Volksmission]] und verbrachte viel Zeit im Beichtstuhl. Ausserdem sei er ein renommierter Rubrizist und [[Direktorist]] gewesen. In seiner Zeit als Rektor und Superior gab es auch Spannungen mit den Mitbrüdern, z.B. mit dem damals jungen P. [[Augustin Grüniger]], der fürchtete, wenn P. Benedikt das Amt des Superiors tatsächlich antrete, würde alles von dessen Launen abhängen und die Dienstboten würden kündigen. Trotz Klagen blieb P. Benedikt in Sarnen. Er weigerte sich, nach Gries zu gehen, weil er der Meinung war, nicht auf diesen Ort Profess abgelegt zu haben. "Nach Muri, wo ich keine missvergnügte Stunde verlebte, zurückzukehren, bin ich jeden Augenblick bereit. [...] Für Gries war ich nie gestimmt." P. Benedikt starb 1869 an "Wassersucht" und wurde im Frauenkloster St. Andreas bestattet.<ref>Unterlagen [[Professbuch]] P. [[Adelhelm Rast]] und Abt [[Dominikus Bucher]] sowie Zettelkatalog P. [[Adelhelm Rast]] im StiAMG Sarnen.</ref>
  
 
== Bibliographie ==
 
== Bibliographie ==
  
* Henggeler, Rudolf, Professbuch der Benediktinerabteien Pfäfers, Rheinau, Fischingen, Monasticum-Benedictinum Helvetiae II. Band, Zug 1931.
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* {{Literatur | Autor=[[Leo Ettlin]] | Titel=Persönlichkeiten von 1841 | Sammelwerk=[[Sarner Kollegi Chronik]] | Band= 53 | Datum=1991 | Seiten=11-27 (Heft 2/3) | Online=https://www.muri-gries.ch/mediawiki/images/c/c2/Pers%C3%B6nlichkeiten.pdf | Zugriff=2021-07-15}}
* Omlin, Ephrem, Die Geistlichen Obwaldens vom 13. Jahrhundert bis zur Gegenwart, Sarnen 1984, 558.
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* {{Literatur | Autor=Rudolf Henggeler | Titel=Professbuch der Benediktinerabteien Pfäfers, Rheinau, Fischingen | Reihe=Monasticon-Benedictinum Helvetiae |BandReihe=II |Ort=Zug |Datum=1931}}
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* {{Literatur | Autor=[[Rupert Keusch]] | Titel=Erinnerung an die Jubiläumsfeier der Kantonalen Lehranstalt zu Sarnen, Obwalden 1891 | Reihe=[[Beilage zum Jahresbericht]] der Kantonalen Lehranstalt Sarnen | Ort=Sarnen | Datum=1891 | Online=https://www.muri-gries.ch/mediawiki/images/1/14/1891_B_Keusch_Rupert%2C_Erinnerung.pdf | Abruf=2021-09-02 | Seiten=31}}
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* {{Literatur | Autor=Ephrem Omlin | Titel=Die Geistlichen Obwaldens vom 13. Jahrhundert bis zur Gegenwart | Ort=Sarnen | Datum=1984 | Seiten=558}}
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* '''[[Paul Schneider | Schneider, Paul]]''', Vorfahren und Familie Stand 26. August 2026. [https://www.muri-gries.ch/mediawiki/images/1/14/2026.08.26_Vorfahren_P._Benedikt_Waltenspül_OSB.pdf] [https://www.muri-gries.ch/mediawiki/images/2/22/2026.08.26_Familie_P._Benedikt_Waltenspül_OSB.pdf]
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* {{Literatur | Autor=Niklaus von Flüe | Titel=Die Benediktiner des Klosters Muri-Gries am Obwaldner Kollegium in Sarnen | Sammelwerk=Obwaldner Geschichtsblätter | Band=23 | Ort=Sarnen | Datum=2003 | Seiten=193-212}}
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* ?, Hochw. Herr Pfarrer Nikodem Rohrer in Giswil, in: Obwaldner Volksfreund vom 3. Dezember 1927, 1. [https://www.muri-gries.ch/mediawiki/images/6/61/Nikodem_Rohrer%2C_Nekrolog.pdf]
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* ?, Lebenslauf [https://www.muri-gries.ch/mediawiki/images/f/ff/Lebenslauf_P._Benedikt_Waltensp%C3%BCl.pdf]
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* ?, † P. [[Benedikt Waltenspül]], in: Nidwaldner Volksblatt vom 5. Juni 1869 [https://www.muri-gries.ch/mediawiki/images/d/d0/Benedikt_1869.pdf] und vom 12. Juni 1869 [https://www.muri-gries.ch/mediawiki/images/f/ff/Benedikt_2.pdf].
 
* Professbuch: Nr. 637.
 
* Professbuch: Nr. 637.
  
 
== Einzelnachweise ==
 
== Einzelnachweise ==
 
<references />
 
<references />
 
  
  

Aktuelle Version vom 26. August 2026, 09:54 Uhr

P. Benedikt Waltenspül

Benedikt (Paul Leonz) Waltenspül (* 10. Februar 1809 von Muri; † 24. Mai 1869 Sarnen)

P. Benedikt Waltenspül
Gasthaus Rössli, Muri - Elternhaus, von 1724 bis 1882 im Familienbesitz [1]

Lebensdaten

Gymnasium an der Klosterschule Muri

Profess: 1. Mai 1831 (letzte Profess in der Klosterkirche Muri)

Theologiestudium an der Klosterschule Muri

Priesterweihe: 19. Mai 1833

Ämter

Kustos in Muri: 1833–1839, 1840

Kellerar in Muri: 1839–1841

Direktorist: 1833–1869?

Primarschullehrer in Sarnen: 1841–1842

Lehrer an der Kantonsschule Sarnen: 1842–1868

Rektor an der Kantonsschule Sarnen: 1845–1863

Superior in Sarnen: 1853–1869

Verwandtschaft

Eltern

  • Joseph Leonz Benedikt Waltenspül (* 1783), Wirt Gasthaus Rössli, Muri, und seine erste Ehefrau Anna Barbara Amhof, Muri-Egg. In zweiter Ehe war er mit Katharina Waltenspül verheirat

Grosseltern

  • Leonz Waltenspül (* 1718), Wirt Gasthaus Rössli, Muri, und seine Ehefrau Anna Maria Nietlispach

Urgrosseltern

  • Leonz Waltenspül (* 1695), Wirt Gasthaus Rössli, Muri, und seine Ehefrau Elisabeth Werder

Geschwister und deren Nachkommen

  • P. Fridolin Waltenspül (1803–1881), OSB, Konventuale im Benediktinerkloster Rheinau, letzter Prior vor Klosteraufhebung[1]
  • Joseph Leonz Waltenspül (* 1826) und Eleonoria Theresia Trapp (* 1832)
    • Henriette Waltenspül (* 1860), verheiratet mit Eduard Philipp Lange (* 1857)
      • Karl Eduard Alexander Lange (* 1882; † 1946), verheiratet mit Luise Johanna Becker

Lebensbeschreibung

P. Benedikt wurde in Muri-Egg geboren und legte 1831 als letzter Priestermönch in Muri Profess ab. Im Kloster versah er die Ämter des Kustos und des Kellerars. Nach der Aufhebung des Klosters 1841 verbrachte er einige Zeit in seinem Elternhaus in Muri, war dann für einige Wochen in Boswil und später im Uttingerhof bei Zug. Im Herbst 1841 kam er nach Sarnen und übernahm als Lehrer die Primarschule im Dorf. Im Herbst 1841 wurde er Lehrer im Kollegium Sarnen. 1845 übernahm er das Amt des Rektors, 1853 des Superiors. Bis 1854 weilte oft in der Volksmission und verbrachte viel Zeit im Beichtstuhl. Ausserdem sei er ein renommierter Rubrizist und Direktorist gewesen. In seiner Zeit als Rektor und Superior gab es auch Spannungen mit den Mitbrüdern, z.B. mit dem damals jungen P. Augustin Grüniger, der fürchtete, wenn P. Benedikt das Amt des Superiors tatsächlich antrete, würde alles von dessen Launen abhängen und die Dienstboten würden kündigen. Trotz Klagen blieb P. Benedikt in Sarnen. Er weigerte sich, nach Gries zu gehen, weil er der Meinung war, nicht auf diesen Ort Profess abgelegt zu haben. "Nach Muri, wo ich keine missvergnügte Stunde verlebte, zurückzukehren, bin ich jeden Augenblick bereit. [...] Für Gries war ich nie gestimmt." P. Benedikt starb 1869 an "Wassersucht" und wurde im Frauenkloster St. Andreas bestattet.[2]

Bibliographie

  • Leo Ettlin: Persönlichkeiten von 1841. In: Sarner Kollegi Chronik. Band 53, 1991, S. 11–27 (Heft 2/3) (muri-gries.ch [PDF; abgerufen am 15. Juli 2021]).
  • Rudolf Henggeler: Professbuch der Benediktinerabteien Pfäfers, Rheinau, Fischingen (= Monasticon-Benedictinum Helvetiae. Band II). Zug 1931.
  • Rupert Keusch: Erinnerung an die Jubiläumsfeier der Kantonalen Lehranstalt zu Sarnen, Obwalden 1891 (= Beilage zum Jahresbericht der Kantonalen Lehranstalt Sarnen). Sarnen 1891, S. 31 (muri-gries.ch [PDF; abgerufen am 2. September 2021]).
  • Ephrem Omlin: Die Geistlichen Obwaldens vom 13. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Sarnen 1984, S. 558.
  • Schneider, Paul, Vorfahren und Familie Stand 26. August 2026. [2] [3]
  • Niklaus von Flüe: Die Benediktiner des Klosters Muri-Gries am Obwaldner Kollegium in Sarnen. In: Obwaldner Geschichtsblätter. Band 23. Sarnen 2003, S. 193–212.
  • ?, Hochw. Herr Pfarrer Nikodem Rohrer in Giswil, in: Obwaldner Volksfreund vom 3. Dezember 1927, 1. [4]
  • ?, Lebenslauf [5]
  • ?, † P. Benedikt Waltenspül, in: Nidwaldner Volksblatt vom 5. Juni 1869 [6] und vom 12. Juni 1869 [7].
  • Professbuch: Nr. 637.

Einzelnachweise

  1. Rudolf Henggeler: Professbuch der Benediktinerabteien Pfäfers, Rheinau, Fischingen (= Monasticon-Benedictinum Helvetiae. Band II). Zug 1931, S. 371.
  2. Unterlagen Professbuch P. Adelhelm Rast und Abt Dominikus Bucher sowie Zettelkatalog P. Adelhelm Rast im StiAMG Sarnen.


Vorgänger Amt Nachfolger
Ambros Christen Rektor
1845–1863
Augustin Grüniger
Beat Fuchs Superior
1853–1869