Fridolin Summerer: Unterschied zwischen den Versionen
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* Johann Summerer (* 22. November 1599; † 21. Februar 1656), Pfarrer in [[Rohrdorf]] und Baden. [https://www.muri-gries.ch/mediawiki/images/b/b0/2026.10.14_Familie_Pfarrer_Johann_Summerer.pdf] | * Johann Summerer (* 22. November 1599; † 21. Februar 1656), Pfarrer in [[Rohrdorf]] und Baden. [https://www.muri-gries.ch/mediawiki/images/b/b0/2026.10.14_Familie_Pfarrer_Johann_Summerer.pdf] | ||
* Anna Summerer (* 17. September 1615), verheiratet mit Fridolin Senn (* 26. Januar 1614; † 4. Dezember 1674), Baden. | * Anna Summerer (* 17. September 1615), verheiratet mit Fridolin Senn (* 26. Januar 1614; † 4. Dezember 1674), Baden. | ||
| − | ** P. Marcellus Senn, OSB, Konventuale im Benediktinerkloster Mariastein. | + | ** P. Marcellus Senn 8* 14. Oktober 1636; † vor 1. Dezember 1673), OSB, Konventuale im Benediktinerkloster Mariastein. |
* Johann Kaspar Summerer (* 12. Mai 1621; † 7. Juni 1647), Wirt zur Wage, verheiratet mit Katharina Wegmann, Baden. | * Johann Kaspar Summerer (* 12. Mai 1621; † 7. Juni 1647), Wirt zur Wage, verheiratet mit Katharina Wegmann, Baden. | ||
Version vom 17. Oktober 2026, 08:52 Uhr
Fridolin (Johann Ludwig) Summerer (* 10. April 1628 von Baden; † 18. August 1674 in Muri)
Lebensdaten
Weihe zum Diakon: 17. Dezember 1650
Abtwahl: 3. Februar 1667
Abtbenediktion: 17. April 1667
Ämter
Lehrer in Muri: 1651–1654
Kapellmeister: 1652–1654
Novizenmeister und Klerikerinstruktor: 1654–1661
Sekretär der Schweizerischen Benediktinerkongregation: 1655–1667
Subprior: 1657–1663
Bibliothekar: 1657–1674
Visitator der Schweizerischen Benediktinerkongregation: 1667–1673
Abt: 1667–1674
Lebensbeschreibung
Abt Fridolin legte 1644 im Kloster Muri Profess ab, wurde am 17. Dezember 1650 zum Diakon und am 25. März 1651 zum Priester geweiht.
Ab 1652 wirkte er als Lehrer an der Klosterschule. 1654 bis 1661 war er Novizenmeister und Klerikerinstruktor. 1655 wurde er zum Sekretär der Schweizerischen Benediktinerkongregation ernannt. 1657 bis 1663 war er Subprior, zudem Bibliothekar. 1663 übernahm er im Kloster Pfäfers die Administration[1].
Am 3.Februar 1667 wurde er zum Abt des Klosters Muri gewählt und am 17. April gleichen Jahres benediziert. 1667 bis 1673 versah er das Amt eines Visitators der Schweizerischen Benediktinerkongregation. Die Administration des Klosters Pfäfers, die vom Kloster Muri weitergeführt wurde, fand allmählich Ablösung durch Konventualen des Klosters St. Gallen. Abt Fridolin kümmerte sich auch um die Reform des Klosters Kempten. Am 15. Dezember 1668 beauftragte er den Kapitelssekretär Anselm Weissenbach, die alten Kapitelsbeschlüsse zu sammeln und in einem Protokoll zu vereinigen. Er wollte vor allem die Kongregationsbeschlüsse beachtet wissen und setzte sich für eine gute Ausbildung der Professoren ein. Auch als Abt liess ihn die Reform von Pfäfers nicht los. Diese arbeitsintensiven Aufgaben brachten es wohl mit sich, dass er sich weniger um die Klosterökonomie kümmern konnte, auch wenn das Kapitel von ihm verlangte, die bedeutende Klingenberger Schuld zu tilgen. Als Baumeister erbaute er ein Pfarrhaus in Beinwil, die Martinskapelle in Boswil und er kümmerte sich um eine Teilrestauration der Klosterkirche. Eine besondere Beziehung hatte er zu Bruder Klaus. 1670 machte der Abt eine Wallfahrt zum Grab von Bruder Klaus und wurde dort von vier Obwaldner Regierungsräten empfangen.[2]
Mehrere Monate vor seinem Ableben am 18. August 1674 machte sich ein Kopfleiden bei Abt Fridolin bemerkbar. Er hatte grosse Schmerzen und war bald ausserstande, seine Regierungsgeschäfte zu führen. Nach seinem Tod wurde er in der Leontiuskapelle der Klosterkirche Muri beigesetzt.[3]
Wappen
| Blasonierung: „In Rot zwei steigende, goldene Keile, die Spitzen in einer Gleve endend. Über dem Schild rechts eine rot-silberne Mitra mit goldener Verzierung und Fütterung und zwei rot-silbern-goldenen Infuln, durchsteckt von einem goldenen Krummstab mit silbernem Velum und links auf einem Spangenhelm mit rot-goldener Helmdecke ein Schirmbrett in Form eines abnehmenden Halbmondes als Hilfskleinod.“[4] | |
Verwandtschaft
Eltern
- Peter Summerer (* 19. Juli 1603; † 4. März 1660), Ratsherr und Bauherr, und Ursula Wanger von Baden († 12. Dezember 1671), Baden.
Grosseltern
- Hans Heinrich Summerer († 30. Oktober 1638) und Regula Borsinger (* 5. Juli 1578; † 1621), Baden.
Onkel und Tanten
- Johann Summerer (* 22. November 1599; † 21. Februar 1656), Pfarrer in Rohrdorf und Baden. [1]
- Anna Summerer (* 17. September 1615), verheiratet mit Fridolin Senn (* 26. Januar 1614; † 4. Dezember 1674), Baden.
- P. Marcellus Senn 8* 14. Oktober 1636; † vor 1. Dezember 1673), OSB, Konventuale im Benediktinerkloster Mariastein.
- Johann Kaspar Summerer (* 12. Mai 1621; † 7. Juni 1647), Wirt zur Wage, verheiratet mit Katharina Wegmann, Baden.
Geschwister
- Hans Heinrich Summerer (* 8. März 1630; † 6. Dezember 1670), verheiratet mit Verena Attenhofer († 5. November 1676), Baden.
- Maria Salome Summerer (* 29. Mai 1636; † 23. Oktober 1679), verheiratet mit Dietrich Wanger (* 28. August 1605; † 13. November 1674), Baden.
- Maria Magdalena Summerer (* 5. Februar 1646; † 11. Juli 1699), verheiratet mit Jakob Bodmer (* 24. Juli 1639; † 24. Februar 1721), Baden.
Geistlicher Sohn
- Caspar Hanauer, Ehrenkaplan in Villmergen
Werke
- Tagebuch von Abt Fridolin Summerer, StiAMG Sarnen AA 5692.1.
- Konzepte zur Kongregation, StiAMG Sarnen A.VI.I.6.
Bibliographie
- Helvetia Sacra, III I, S. 939.
- Rudolf Henggeler: Der selige Bruder Nikolaus von Flüe und der Benediktinerorden. In: Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktiner-Ordens und seiner Zweige. Band 39, 1918, S. 30–44.
- Martin Kiem: Geschichte der Benedictiner Abtei Muri-Gries. Band 2. Stans 1891, S. 41–47.
- Ernst Koller: Das katholische Gymnasium – ein Postulat der frühaargauischen Bildungspolitik 1803-1835. In: Argovia. Band 81, 1969, S. 5–470 (e-periodica.ch [abgerufen am 8. April 2021]).
- Merz, Walther, Wappenbuch der Stadt Baden und Bürgerbuch, Aarau 1920, 298-300.
- Franz Perret und Werner Vogler: Die Abtei Pfäfers. Abriss der Geschichte. Kurzbiographien der Äbte. St. Gallen 1986.
- Erwin Rothenhäusler: Ein zeitgenössischer Bericht über die Feuersbrunst vom 19. Oktober 1665 im Kloster Pfäfers. In: Zeitschrift für schweizerische Archäologie und Kunstgeschichte. Band 6, 1944, S. 180–182 (e-periodica.ch [abgerufen am 21. Juli 2021]).
- Gustav Schmidt-Hagnauer: Adelsgeschlechter aus Aaraus's Vorzeit. In: Argovia. Band 12, 1881, S. 71–86 (e-periodica.ch [abgerufen am 11. Mai 2023]).
- Schneider, Paul, Vorfahren und Familie Stand 14. Oktober 2026 [2] [3]
- Anton Wohler: Fridolin Summerer. In: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS). (hls-dhs-dss.ch [abgerufen am 13. Juli 2018]).
- Fridolin Summerer in der Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen (SSRQ).
- Fridolin Summerer in der deutschsprachigen Wikipedia.
- Professbuch: Nr. 417.
Widmung
Der sechste Band des "Cursus Theologicus Sangallensis" ist Abt Fridolin Summerer gewidmet.[5]
Einzelnachweise
- ↑ Franz Perret und Werner Vogler: Die Abtei Pfäfers. Abriss der Geschichte. Kurzbiographien der Äbte. St. Gallen 1986, S. 56–57.
- ↑ Rudolf Henggeler: Der selige Bruder Nikolaus von Flüe und der Benediktinerorden. In: Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktiner-Ordens und seiner Zweige. Band 39, 1918, S. 43.
- ↑ Notizen Professbuch P. Adelhelm Rast und P. Dominikus Bucher sowie Zettelkatalog P. Adelhelm Rast im StiAMG Sarnen.
- ↑ Farbig: Leodegar Mayer: Compendium Archivii Murensis. A. Muri, S. 51 (StiAMG Sarnen M.Cod. chart. 480).
- ↑ Hans Zihlmann: Der Cursus Theologicus Sangallensis. In: Zeitschrift für schweizerische Kirchengeschichte. Band 68, 1974, S. 122–125.
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
| Ägid von Waldkirch (Abt) | Abt 1667–1674 |
Hieronymus Troger (Abt) |
| Ägid von Waldkirch | Subprior 1657–1663 |
Johannes Gallati |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Summerer, Fridolin |
| ALTERNATIVNAMEN | Summerer, Fridolin I. |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Benediktinermönch, Abt des Klosters Muri |
| GEBURTSDATUM | 10. April 1628 |
| GEBURTSORT | Baden |
| STERBEDATUM | 18. August 1674 |
| STERBEORT | Muri |