Georg Flecklin: Unterschied zwischen den Versionen

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Flecklin war eine der führenden Familien des Ortes Schwyz.<ref>vgl. http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D22883.php (abgerufen am 11. Oktober 2012)</ref>
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Flecklin war eine der führenden Familien des Ortes Schwyz.<ref>vgl. https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/022883/2012-07-06/ (abgerufen am 22. Juli 2026)</ref>
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===Eltern===
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* Heinrich Flecklin (* 1445), Landweibel, 1491-92 und 1498-1500 Landvogt in Uznach, 1491-1501 wiederholt Tagsatzungsgesandter, und Elisabeth Fründ
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* Johann Fründ (* 1400; † 10. März 1469) und Adelheid von Tengen, in zweiter Ehe mit Elli Bumbel und in dritter Ehe mit Margaretha Griessmann verheiratet
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===Geschwister===
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* Katharina Flecklin (* 1470), verheiratet mit Jost Auf der Maur (* 1479; † 13. September 1515 Schlacht bei Marignano)
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** Georg Auf der Maur (* 1490), verheiratet mit Anna Maria Betschart und Verena Ulrich
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** Martin Auf der Maur (* 1500; † 1526)
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** Magdalena Auf der Maur
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** Beat Auf der Maur
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** Hans Auf der Maur
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** Gilg Auf der Maur
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** Ulrich Auf der Maur
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* Hans Flecklin († 13. September 1515 Schlacht bei Marignano), verheiratet mit Elisabeth
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* Martin Flecklin [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/018972/2003-04-29/], Landamann Schwyz, verheiratet mit Verena Marty
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** Barbara Flecklin (* 1515; † 1575), verheiratet mit Hans Gasser (* 1524; † 1. September 1608), Landammann Schwyz
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===Verwandte===
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* '''P. [[Georg Flecklin]]''' war ein Urgrossonkel von '''P. [[Ambros Auf der Maur]]''', [[Kloster Muri]]. [https://www.muri-gries.ch/mediawiki/images/1/15/MyHeritage_-_Beziehungsdiagramm_-_P._Ambros_%28Jodok%29_Auf_der_Maur%2C_OSB_-_P._Georg_Flecklin%2C_OSB.pdf]
  
 
== Bibliographie ==
 
== Bibliographie ==
* {{Literatur | Autor=[[Martin Kiem]] | Titel=Geschichte der Benedictiner Abtei Muri-Gries | Band=Erster Band | Verlag=C. von Matt | Ort=Stans | Jahr=1888 | Seiten=385}}
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* {{Literatur | Autor=Konrad Kunz | Titel=Die Stadtpfarrer von Mellingen bis zum Jahre 1659 – Beiträge zur Geschichte Mellingens, Teil I | Ort=Mellingen |  Datum=1920 | Kommentar=Sonderabdruck aus 'Der Reussbote'}}
 
* {{Literatur | Autor=Konrad Kunz | Titel=Die Stadtpfarrer von Mellingen bis zum Jahre 1659 – Beiträge zur Geschichte Mellingens, Teil I | Ort=Mellingen |  Datum=1920 | Kommentar=Sonderabdruck aus 'Der Reussbote'}}
 
* {{Literatur|Autor=[[Adelhelm Rast]] | Titel=P. [[Gregor Flecklin]] OSB, Boswils erster Pfarrherr aus dem Kloster Muri | Sammelwerk=Boswiler Dorfchronik | Band=1964 | Ort=Boswil |Jahr=1964 | Seiten=31-35}}
 
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* '''[[Paul Schneider | Schneider, Paul]]''', Vorfahren und Familie Stand 28. Juli 2026. [https://www.muri-gries.ch/mediawiki/images/6/63/2026.07.28_Vorfahren_P._Georg_Flecklin_OSB.pdf] [https://www.muri-gries.ch/mediawiki/images/d/de/2026.07.28_Familie_P._Georg_Flecklin_OSB.pdf]
 
* {{Literatur | Autor=Rainer Stöckli | Titel=Geschichte der Stadt Mellingen von 1500 bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts | Reihe=Historische Schriften der Universität Freiburg Schweiz | BandReihe=7 | Ort=Freiburg | Datum=1979}}
 
* {{Literatur | Autor=Rainer Stöckli | Titel=Geschichte der Stadt Mellingen von 1500 bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts | Reihe=Historische Schriften der Universität Freiburg Schweiz | BandReihe=7 | Ort=Freiburg | Datum=1979}}
 
* Professbuch: Nr. 314.
 
* Professbuch: Nr. 314.

Aktuelle Version vom 28. Juli 2026, 04:47 Uhr

Wappen von P. Georg Flecklin in der "Miscella historica Monasterii Murensis" von P. Augustin Stöcklin.

Georg Flecklin (* unbekannt von Schwyz; † 1. Juni 1530)

Lebensbeschreibung

Die Tage seiner hl. Profess und Priesterweihe sind uns nicht bekannt. Auf einer Liste der Mitbrüder aus dem Jahre 1491 erscheint er als Junior des Konventes. In den Jahren 1496 und 97 vertrat er zusammen mit dem Pfarrer von Sursee und späteren Abt, P. Johannes Feierabend (Fyrabend), das Kloster vor dem Stadtrat in Luzern in der Angelegenheit der Abtrennung der Pfarrei Neuenkirch von der Klosterpfarrei Sursee sowie in der Regelung der Stellung von Nottwil zu Sursee.

Im Jahre 1508 wurde er zum Prior des Klosters ernannt. Ein paar Jahre später, um 1512, übernahm er dazu noch die Leitung der Pfarrei Boswil. Das Kloster hatte diese Pfarrei im Jahre 1483 erworben und am 17. Mai 1485 wurde sie kirchenrechtlich an das Kloster übertragen. Da zu diesem Zeitpunkte der tüchtige Pfarrer und Dekan des Landkapitels Mellingen Konrad Suter die Seelsorge in Boswil zu vollsten Zufriedenheit ausübte, liess ihn das Kloster auf seinem Posten bis zu seinem um 1512 erfolgten Ableben.

Als Prior vertrat P. Georg das Kloster öfters in Rechtsangelegenheiten und bei Abschluß von Kaufverträgen. Am Katharinentag 1515 begleitete er seinen Abt Laurentius von Heidegg zur Weihe der neuen Kirche und des Friedhofs zu Lunkhofen durch den Weihbischof von Konstanz. Anno 1516 meldete er im Auftrag des Abtes den Waltenschwilern, daß ihre Bitte um die Baubewilligung einer eigenen Kapelle gewährt worden sei.

Als Todesjahr wird von einigen Chronisten 1530, von anderen 1534 angegeben. Der Chronist und Klosterhistoriker P. Anselm Weissenbach charakterisiert P. Georg als vir doctrina et regulari disciplina laudabilis.

P. Georg Flecklin vererbte Johann Schornegg, Pfarrer in Muri und Mellingen, die Handschrift 'Parapleastes', eine Erklärung der vier Evangelien aus dem 13. Jahrhundert.[1] Diese gelangte später wieder in den Besitz des Klosters Muri und befindet sich seit der Klosteraufhebung im Besitz der Kantonsbibliothek Aarau.[2]

Quellen

Primäre Quellen

In einem Konventsverzeichnis von 1491 erscheint P. Georg als der jüngste der Konventualen.

Am 18. Januar 1497 tritt er mit Johannes Feierabend zusammen Ansprüchen der Pfarrei Nottwil entgegen.[3]

1501 wurde er Pfarrer in Boswil.[4] [1]

Am 22. Juni 1507 tritt er erstmals als Prior auf.

Am 3. März 1508 vertritt er das Kloster in Luzern.

Im Jahr 1512 legte er in Boswil ein neues Jahrzeitbuch an.[5]

Am 3. Dezember 1516 ist er an der Regelung der Bedingungen für den Bau der Kapelle in Waltenschwil dabei.

Am 11. November 1526 urkundet er im Auftrag seines Abtes wegen Verleihung des Eberzehnten an Ruedi Steinmann zu Waltenschwil.

Er starb 1530.[6]

Sekundäre Quellen

Am 16. Oktober 1508 ist er unter den fünf Konventualen, die Laurentius von Heidegg zum Abt wählen.[7]

Am 14. Dezember 1514 ist er bei einem Schiedsspruch in Bremgarten beteiligt.[8]

Am 25. November 1515 begleitet er den Abt Laurentius von Heidegg zur Weihe der neuen Pfarrkirche von Lunkhofen.[9]

Lebensdaten

Profess: unbekannt

Priesterweihe: unbekannt

Ämter

Pfarrer von Boswil: 1501–1526

Prior: 1507–1530 (oder 1534)

Verwandtschaft

Flecklin war eine der führenden Familien des Ortes Schwyz.[10]

Eltern

  • Heinrich Flecklin (* 1445), Landweibel, 1491-92 und 1498-1500 Landvogt in Uznach, 1491-1501 wiederholt Tagsatzungsgesandter, und Elisabeth Fründ

Grosseltern

  • Johann Fründ (* 1400; † 10. März 1469) und Adelheid von Tengen, in zweiter Ehe mit Elli Bumbel und in dritter Ehe mit Margaretha Griessmann verheiratet

Geschwister

  • Katharina Flecklin (* 1470), verheiratet mit Jost Auf der Maur (* 1479; † 13. September 1515 Schlacht bei Marignano)
    • Georg Auf der Maur (* 1490), verheiratet mit Anna Maria Betschart und Verena Ulrich
    • Martin Auf der Maur (* 1500; † 1526)
    • Magdalena Auf der Maur
    • Beat Auf der Maur
    • Hans Auf der Maur
    • Gilg Auf der Maur
    • Ulrich Auf der Maur
  • Hans Flecklin († 13. September 1515 Schlacht bei Marignano), verheiratet mit Elisabeth
  • Martin Flecklin [2], Landamann Schwyz, verheiratet mit Verena Marty
    • Barbara Flecklin (* 1515; † 1575), verheiratet mit Hans Gasser (* 1524; † 1. September 1608), Landammann Schwyz

Verwandte

Bibliographie

  • Martin Kiem: Geschichte der Benedictiner Abtei Muri-Gries. Erster Band. C. von Matt, Stans 1888, S. 385.
  • Konrad Kunz: Die Stadtpfarrer von Mellingen bis zum Jahre 1659 – Beiträge zur Geschichte Mellingens, Teil I. Mellingen 1920 (Sonderabdruck aus 'Der Reussbote').
  • Adelhelm Rast: P. Gregor Flecklin OSB, Boswils erster Pfarrherr aus dem Kloster Muri. In: Boswiler Dorfchronik. Band 1964. Boswil 1964, S. 31–35.
  • Adelhelm Rast: Die Pfarrherren von Boswil. In: Boswiler Dorfchronik. Band 1971. Boswil 1971, S. ???.
  • Schneider, Paul, Vorfahren und Familie Stand 28. Juli 2026. [4] [5]
  • Rainer Stöckli: Geschichte der Stadt Mellingen von 1500 bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts (= Historische Schriften der Universität Freiburg Schweiz. Band 7). Freiburg 1979.
  • Professbuch: Nr. 314.

Einzelnachweise

  1. Konrad Kunz: Die Stadtpfarrer von Mellingen bis zum Jahre 1659 – Beiträge zur Geschichte Mellingens, Teil I. Mellingen 1920, S. 26 (Sonderabdruck aus 'Der Reussbote').
  2. Rainer Stöckli: Geschichte der Stadt Mellingen von 1500 bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts (= Historische Schriften der Universität Freiburg Schweiz. Band 7). Freiburg 1979, S. 297.
  3. Martin Kiem: Geschichte der Benedictiner Abtei Muri-Gries. Erster Band. C. von Matt, Stans 1888, S. 253–254.
  4. Manfred Krebs: Die Annatenregister des Bistums Konstanz aus dem 15. Jahrhundert. In: Freiburger Diözesanarchiv. 76, 1956, S. 214, Nr. 2276. "Frater Georius Fleckli cc. pp. e. Boßwil pro 25 fl. Act. 7. Jun. 1501."
  5. Pfarrarchiv Boswil. Nur mehr fragmentarisch erhalten. Vgl. Adalbert Zumstein: Notizen zur Geschichte der Pfarrei Boswil 1007-1698. S. 17–21 (Stiftsarchiv Muri-Sarnen).
  6. Johannes Schorneck schreibt in den Evangelienkommentar von Hieronymus (Kantonsbibliothek Aargau, MsMurF 8): 'Liber iste successit mihi in hereditatem per venerabilem priorem Ieorgum Fläcklin in cenobio Murensi 1530.' Charlotte Bretscher-Gisiger und Rudolf Gamper: Katalog der mittelalterlichen Handschriften der Klöster Muri und Hermetschwil. U. Graf, Dietikon 2005, ISBN 3-85951-244-7, S. 105–107 (urs-graf-verlag.com [PDF; abgerufen am 17. Juli 2021]).
  7. Augustin Stöcklin: Miscella historica Monasterii Murensis. 1630 (Handschrift, Cod. chart. 313 und 313a, StiAMG Sarnen, S. 142). Zu A I D: "Laurentius de Heidegg Abbas eligitur per Georgium Fleckli priorem, Andream Ste[iner], Bernardum Gyr, Lazarum Landolt. Anno Christi 1508 die 16 octobris defuncto Joanne Abbate ultimo. Extra confirmatione."
  8. Die Regesten des Stadtarchivs Bremgarten. In: Placid Weissenbach (Hrsg.): Argovia. Band 8 (1874), 1874, S. 81, doi:10.5169/seals-21229 (seals.ch [abgerufen am 18. Juli 2021]). Die Urkunde ist in einer Kopie überliefert.
  9. Anselm Weissenbach: Annales Monasterii Murensis. Muri 1693, S. 478, Cod. chart. 309, Sarnen (Handschrift).
  10. vgl. https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/022883/2012-07-06/ (abgerufen am 22. Juli 2026)


Vorgänger Amt Nachfolger
Leonhard von Rot Prior
1507–1530/1534
Johannes Honegger,