Benedikt Lang

Aus Muri
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Benedikt Lang (* 1586 von Bremgarten; † 20. Dezember 1648), Magister (Doktor) der Philosophie, Baccalaureat der Theologie

Lebensdaten

Profess: 1. Mai 1603

Dillingen: Immatrikulation 1605, Baccaulaureat der Philosophie, 17. August 1610 Magister (Doktor) der Philosophie, 10. Juni 1613 Baccalaureat der Theologie[1]

Priesterweihe: 1611 (Augsburg)

Primiz: 1611 in der Klosterkirche von Muri

Ämter

Lehrer in Muri: 1611–16?

Prior: 1613–1648

Visitator im Kapuzinerinnenkloster St. Anna im Bruch, Luzern: 1650–1651[2]

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Elternschaft unklar, nach Recherchen von P. Adelhelm Rast kommen drei verschiedene Paare als Eltern in Frage (siehe Zettelkatalog P. Adelhelm Rast).

Lebensbeschreibung

P. Benedikt legte 1603 Profess im Kloster Muri ab. Nach der Profess scheint er als Schüler der Syntax nach Luzern zu den Jesuiten geschickt worden zu sein. Er war also wohl als künftiger Lehrer für die Klosterschule bestimmt. Die höheren Studien aber machte er bei den Jesuiten in Dillingen, wo er auch die höheren Weihen empfing: 1607 Subdiakon in Dillingen (durch Bischof Heinrich von Augsburg), 1608 Diakon in Augsburg, 1611 Priester in Augsburg (beide Weihen durch Bischof Sebastian). Er beendete die theologischen Studien mit dem Baccalaureat. Die Kura wurde ihm am 13. März 1615 ohne Examen erteilt. In Muri war er besonders in der höheren Schule tätig. Volle 35 Jahre, von 1613 bis 1648, stand er dem Kloster als Prior vor. Als solcher unterstützte er zusammen mit seinem Bruder den Bau eines Kapuzinerklosters in Bremgarten.[3] 1644 schenkte ihm Michael Weiss, der Dekan des Landkapitels Mellingen, einen Trinkpokal mit Inschrift. Dieser kam später nach Serneus im Prättigau.[4] Nach den Annalen war er auch im Namen des Abtes Reformator der Frauenklöster des 3. Ordens zur Hl. Klara im Bruch in Luzern und in Engelberg (1628). An letzterem Ort traf er die Vorbereitungen zum Eintritt in die Kongregation. Hochverdient um das Kloster starb der für seine Zeit sehr gebildete Mann als «zelator disciplinae monasticae» und als weiser Ratgeber am 20. Dezember 1648.[5]

Bibliographie

  • Mayer, Beda, Das Kapuzinerinnenkloster Luzern, Luzern 1973.
  • Ming, Engelbert, Das ehemalige Kapuzinerkloster in Bremgarten 1618-1841, in: Unsere Heimat. Jahresschrift der Historischen Gesellschaft Freiamt 56 (1986).
  •  Erwin Poeschel: Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden, Bd. II: Herrschaft, Prätigau, Davos, Schanfigg, Churwalden, Albulatal (= Die Kunstdenkmäler der Schweiz. 9). E. Birkhäuser, Basel 1937, S. 140-141.
  • Rast, Adelhelm, Die Bedeutung des Abtes Johann Jodok Singisen für die Wissenschaft im Kloster Muri und seine akademisch gebildeten Mönche 1596-1644, in: Unsere Heimat. Jahresschrift der Historischen Gesellschaft Freiamt 34 (1960), 4-50.
  • Professbuch: Nr. 376.

Einzelnachweise

  1. Rast, Adelhelm, Die Bedeutung des Abtes Johann Jodok Singisen für die Wissenschaft im Kloster Muri und seine akademisch gebildeten Mönche 1596-1644, in: Unsere Heimat. Jahresschrift der Historischen Gesellschaft Freiamt 34 (1960), 19-20.
  2. Mayer, Beda, Das Kapuzinerinnenkloster Luzern, Luzern 1973, 88.
  3. Ming, Engelbert, Das ehemalige Kapuzinerkloster in Bremgarten 1618-1841, in: Unsere Heimat. Jahresschrift der Historischen Gesellschaft Freiamt 56 (1986), 18.
  4. Poeschel, Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden, Bd. II: Herrschaft, Prätigau, Davos, Schanfigg, Churwalden, Albulatal, S. 140-141.
  5. Unterlagen Professbuch P. Adelhelm Rast und Abt Dominikus Bucher sowie Zettelkatalog P. Adelhelm Rast im StiAMG Sarnen.


Vorgänger Amt Nachfolger
Salomon Sigrist Prior
1613–1648
Plazidus Pöschung