Georg Russinger: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Georg_Russinger_Wappen2.jpg|thumb|right|Wappen von Abt Georg Russinger in P. [[Leodegar Mayer]]s [http://www.muri-gries.ch/archiv/index.php/compendium-archivi-murensis-nr-1740;isad?sf_culture=de Compendium Archivii Murensis A], S. 28.]]
 
 
[[Datei:Georg_Russinger_Wappen.jpg|thumb|right|Wappen von Abt Georg Russinger in der "Miscella historica Monasterii Murensis" von P. [[Augustin Stöcklin]], S. 179.]]
 
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'''[https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Russinger Georg Russinger]''' (* unbekannt von Rapperswil?; † [[10. Januar]] [[1439]]) war Abt des Klosters Muri.
 
'''[https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Russinger Georg Russinger]''' (* unbekannt von Rapperswil?; † [[10. Januar]] [[1439]]) war Abt des Klosters Muri.
  
 
==Lebensdaten==
 
==Lebensdaten==
 
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Wahl zum Abt: [[19. März]] [[1410]]
 
Wahl zum Abt: [[19. März]] [[1410]]
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== Lebensbeschreibung ==
 
== Lebensbeschreibung ==
  
Georg Russinger wurde am 19. März 1410 aus sieben Konventualen zum Abt gewählt. Er stammte aus einer angesehenen, wenn auch nicht ritterlichen Ministerialfamilie aus Rapperswil. Vermutlich nahm er ab 1414 am Konstanzer Konzil teil, sicherlich aber am benediktinischen Provinzialkapitel im Benediktinerkloster Petershausen vom 28. Februar bis 19. März 1417.<ref>Gaschick, Daniel / Würtz, Christian, Das Konzanzer Konzil. Eine kleine Geschichte, Karlsruhe 2014, 97-99.</ref> <ref>Zeller, Joseph, Das Provinzialkapitel im Stifte Petershausen im Jahre 1417. Ein Beitrag zur Geschichte der Reformen im Benediktinerorden zur Zeit des Konstanzer Konzils, in: Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige, 10 resp. 41 (1922), 24.</ref> In seiner Amtszeit vollzog sich der Wechsel der Schirmherrschaft von der habsburgischen Stifterfamilie zur Eidgenossenschaft. Diese stellte dem Kloster Muri am 16. Oktober 1431 den Schutzbrief aus. Der Abt hatte Mühe, die auf dem Konzil von Konstanz beschlossenen Reformen für die Benediktiner bei seinem Konvent und im Kloster Hermetschwil durchzusetzen. 1425 erfolgte die erneute Schenkung der Kirche von [[Villmergen]] durch Kaiser Sigmund. Die Inkorporation verursachte allerdings Schwierigkeiten. Papst Eugen IV. erteilte dem Abt 1432 das Recht, den Laien, die innerhalb der Klostermauern wohnten die Sakramente zu spenden und ein kirchliches Begräbnis zu geben. Abt Georg sorgte für Neuerwerbungen, vor allem in Thalwil und versuchte die von Krieg und Brand verursachten Schäden in der Ökonomie wieder auszubessern. Zu diesem Zweck liess er die alten Offnungen sowie Ding-, Hof- und Dorfrechte wieder erneuern. Dem Bischof half das Kloster des öfteren mit Geld aus, dieser zeigte sich wiederum verständnisvoll, besonders wenn es um die Seelsorgesituation ging. Als 1435 ein Teil der Stadt Zug in den See stürzte, spendete Abt Georg Almosen.
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Georg Russinger wurde am 19. März 1410 aus sieben Konventualen zum Abt gewählt. Er stammte aus einer angesehenen, wenn auch nicht ritterlichen Ministerialfamilie aus Rapperswil.  
  
==Bekanntennetz==
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Vermutlich nahm er ab 1414 am Konstanzer Konzil teil, sicherlich aber am benediktinischen Provinzialkapitel im Benediktinerkloster Petershausen vom 28. Februar bis 19. März 1417.<ref>{{Literatur | Autor=Daniel Gaschick und Christian Würtz | Titel=Das Konstanzer Konzil – Eine kleine Geschichte | Ort=Karlsruhe | Datum=2014 | Seiten=97-99}} und {{Literatur | Autor=Joseph Zeller | Titel=Das Provinzialkapitel im Stifte Petershausen im Jahre 1417 – Ein Beitrag zur Geschichte der Reformen im Benediktinerorden zur Zeit des Konstanzer Konzils | Sammelwerk=Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige | Band=41 | Datum=1922 | Seiten=24}}</ref> Der Abt hatte Mühe, die auf dem Konzil von Konstanz beschlossenen Reformen für die Benediktiner bei seinem Konvent und im Kloster Hermetschwil durchzusetzen.
  
===Verwandtschaft <ref>Curti, Alfons, Das Landenberg-Haus. (Heimat-Museum) in Rapperswil, Uznach 1945, 7-20.</ref>===
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In seiner Amtszeit vollzog sich der Wechsel der Schirmherrschaft von der habsburgischen Stifterfamilie zur Eidgenossenschaft. Diese stellte dem Kloster Muri am 16. Oktober 1431 den Schutzbrief aus.  
  
Abt Georg Russinger stammte aus einem [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/022812/2010-06-14/ Rapperswiler Geschlecht]. Zu seinen Verwandten gehörten aufgrund des Nekrologiums vom [[Zisterzienserinnenkloster Magdenau]] nachstehende Personen<ref>Gruber, Eugen, Geschichte des Klosters Magdenau, Ingenbohl 1944, 74.</ref>:
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1425 erfolgte die erneute Schenkung der Kirche von [[Villmergen]] durch Kaiser Sigmund. Die Inkorporation verursachte allerdings Schwierigkeiten. Papst Eugen IV. erteilte dem Abt 1432 das Recht, den Laien, die innerhalb der Klostermauern wohnten die Sakramente zu spenden und ein kirchliches Begräbnis zu geben.  
  
Eltern <ref>Curti, Alfons, Die Jahrzeitbücher der Pfarrei Rapperswil, in: Stolz, Bernhard, 700 Jahre Stadtpfarrei Rapperswil. Gedenkschrift zum 22. November 1953, Rapperswil 1953, 32-34.</ref>: Bilgri Russinger der Ältere (+ 1398), Besitzer eines Gutes in der Bleike, Rapperswil, Flurpfleger, Schiedsrichter, Vogt von Rapperswil und Elisabeth Blarer von Wartensee
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Abt Georg sorgte für Neuerwerbungen, vor allem in Thalwil und versuchte die von Krieg und Brand verursachten Schäden in der Ökonomie wieder auszubessern. Zu diesem Zweck liess er die alten Offnungen sowie Ding-, Hof- und Dorfrechte wieder erneuern. Dem Bischof half das Kloster des öfteren mit Geld aus, dieser zeigte sich wiederum verständnisvoll, besonders wenn es um die Seelsorgesituation ging. Als 1435 ein Teil der Stadt Zug in den See stürzte, spendete Abt Georg Almosen.
  
Geschwister:
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== Wappen ==
 
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{{Wappenbeschreibung | Wappenbild=Georg_Russinger_Wappen2.jpg | Größe=200 | Blasonierung=In Gold ein rückwärts schauender und rotbezungter, schwarzer Löwe mit roter Krone. Hinter dem Schild rechts in Schrägstellung ein goldener Krummstab mit Velum und links auf einem Spangenhelm mit golden-schwarzer Helmdecke ein wachsender, rückwärts schauender und rotbezungter, schwarzer Löwe mit roter Krone. | Zusatz=In der Barockzeit nachträglich zugewiesenes Wappen. | Quelle=Farbig: {{Literatur|Titel=[http://archiv.muri-gries.ch/index.php/compendium-archivi-murensis-nr-1740 Compendium Archivii Murensis] | Autor=[[Leodegar Mayer]] | Ort=Muri | Band=A | Seiten=28 | Kommentar=StiAMG Sarnen M.Cod. chart. 480}} Federzeichnung: {{Literatur | Autor=[[Augustin Stöcklin]] | Titel=[http://www.muri-gries.ch/archiv/index.php/miscella-historica-monasterii-murensis-p-augustin-stocklin;isad?sf_culture=de Miscella historica Monasterii Murensis] | Jahr=1630 | Kommentar=Handschrift [[Cod. chart. 313]] und 313a, StiAMG Sarnen| Seiten = 179}} }}
* Heinrich Russinger der Ältere (+ 1412), Statthalter von Rapperswil, verheiratet mit Margareta von Tierberg
 
* Bilgeri Russinger der Jüngere (+ 1411), Untervogt zu Rapperswil, verheiratet mit Anna
 
  
Neffen und Nichten:
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==Verwandtschaft==
  
* Margaretha Russinger, verheiratet mit Heinrich von Tor
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Abt Georg Russinger stammte aus einem [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/022812/2010-06-14/ Rapperswiler Geschlecht]<ref>{{Literatur | Autor=Alfons Curti | Titel=Das Landenberg-Haus – (Heimat-Museum) in Rapperswil | Ort=Uznach | Datum=1945 | Seiten=7-20}}</ref>. Zu seinen Verwandten gehörten aufgrund des Nekrologiums vom [[Zisterzienserinnenkloster Magdenau]] nachstehende Personen:<ref>{{Literatur | Autor=Eugen Gruber | Titel=Geschichte des Klosters Magdenau | Ort=Ingenbohl | Datum=1944 | Seiten=74}}</ref>
* Heinrich Russinger der Jüngere, Ratsmitglied in Rapperswil, Statthalter
 
* Sr. Verena Russinger, OCist, Konventualin und '''Äbtissin''' im [[Zisterzienserinnenkloster Magdenau]] von 1430–1436
 
  
Grossneffen und Grossnichten:
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=== Eltern===
  
* [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/021862/2009-11-13/ Hans Russinger] (+ 1502), Burgvogt und Schultheiss von Rapperswil <ref>Staehelin, W. R., [https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=fsj-002:1949:16::57#57 Die Russinger], in: Der Schweizer Familienforscher 16 (1949) 3-4, 44-45.</ref>
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* Heinrich Russinger der Ältere († 4. November 1411), Statthalter von Rapperswil, verheiratet mit Elisabeth Blarer von Wartensee.
  
Urgrossneffen:
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===Grosseltern===
  
* Marx Russinger (* um 1490 / + 1531 gefallen in der Schlacht am Gubel), Mitglied des Rates von Rapperswil, Säckelmeister, Übertritt zur Reformation, ab 1529 Bürger von Basel, verheiratet mit Verena Mutschlin von Bremgarten ([http://www.hfls.ch/humo-gen/family.php?database=humo_&id=F75014&main_person=I223823 Nachkommenschaft]) 
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* Bilgri Russinger der Ältere († 1398), Besitzer eines Gutes in der Bleike, Rapperswil, Flurpfleger, Schiedsrichter, Vogt von Rapperswil <ref>{{Literatur | Autor=Alfons Curti | Titel=Die Jahrzeitbücher der Pfarrei Rapperswil | Hrsg=Bernhard Stolz | Sammelwerk=700 Jahre Stadtpfarrei Rapperswil – Gedenkschrift zum 22. November 1953 | Ort=Rapperswil | Datum=1953 |Seiten=32-34}}</ref>
* [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/021839/2012-01-05/ P. Johann Jakob Russinger], OSB, (+ 1549), Konventuale und '''Abt''' im [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Pf%C3%A4fers Benediktinerkloster Pfäfers]<ref>Henggeler, Rudolf, Professbuch der Benediktinerabteien Pfäfers, Rheinau, Fischingen, Monasticum-Benedictinum Helvetiae II. Band, Zug 1931, 120.</ref>
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** Bilgeri Russinger der Jüngere († 1411), Untervogt zu Rapperswil, verheiratet mit Anna.
* P. Georg Russinger, OSB, (+1540), Konventuale im [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Pf%C3%A4fers Benediktinerkloster Pfäfers]<ref>Henggeler, Rudolf, Professbuch der Benediktinerabteien Pfäfers, Rheinau, Fischingen, Monasticum-Benedictinum Helvetiae II. Band, Zug 1931, 77-79; 120.</ref>
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*** Sr. Verena Russinger, OCist, Konventualin und Äbtissin im [[Zisterzienserinnenkloster Magdenau]] von 1430–1436.
  
Onkel und Tanten:
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===Geschwister und deren Nachkommen===
  
* .... von Steinach, verheiratet mit Agnes Blarer von Wartensee (Schwester der Mutter)
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* Margaretha Russinger, verheiratet mit Heinrich von Tor.
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* Heinrich Russinger der Jüngere, Ratsmitglied in Rapperswil, Statthalter.
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** [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/021862/2009-11-13/ Hans Russinger] († 1502), Burgvogt und Schultheiss von Rapperswil.<ref>{{Literatur |Autor=W. R. Staehelin |Titel=[https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=fsj-002:1949:16::57#57 Die Russinger] |Sammelwerk=Der Schweizer Familienforscher |Band=16 |Datum=1949 |Seiten=3-4, 44-45}}</ref>
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*** '''Sr. [[Magdalena Russinger]]''', OSB, Konventualin im '''[[Benediktinerinnenkloster Hermetschwil]]'''
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*** Marx Russinger (* um 1490; † 1531 gefallen in der Schlacht am Gubel), Mitglied des Rates von Rapperswil, Säckelmeister, Übertritt zur Reformation, ab 1529 Bürger von Basel, verheiratet mit Verena Mutschlin (* 1485; † 1533) von Bremgarten
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**** Johann Jakob Russinger, verheiratet mit Margarethe Band (* 1521; † 1589), Basel
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***** Marc Russinger (* 1540; † 1583), verheiratet in zweiter Ehe mit Margaretha Gyssler und in dritter Ehe mit Margaretha Spirer, Basel
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****** Emmanuel Russinger (* 1584; † 1655), verheiratet in erster Ehe mit Magdalena Schenck (* 1589; † 1649) und in zweiter Ehe mit Marie Hugo , Basel
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******* Marx Russinger (* 26. November 1612), verheiratet mit Katharina Hagenbach, Basel
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*** [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/021839/2012-01-05/ P. Johann Jakob Russinger], OSB, († 9. März 1549), Konventuale und Abt im [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Pf%C3%A4fers Benediktinerkloster Pfäfers].<ref>{{Literatur |Autor=Rudolf Henggeler |Titel=Professbuch der Benediktinerabteien Pfäfers, Rheinau, Fischingen |Reihe=Monasticon-Benedictinum Helvetiae |BandReihe=II. Band |Ort=Zug |Datum=1931 |Seiten=120}}</ref> <ref>Perret, Franz / Vogler, Werner, Liste der Äbte des Klosters Pfäfers 731-1838, in: Texte zur Dorfgeschichte von Untervaz 2006, 34-35.</ref>
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*** P. Georg Russinger, OSB, († 1540), Konventuale im  [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Pf%C3%A4fers Benediktinerkloster Pfäfers].<ref>{{Literatur |Autor=Rudolf Henggeler |Titel=Professbuch der Benediktinerabteien Pfäfers, Rheinau, Fischingen |Reihe=Monasticon-Benedictinum Helvetiae |BandReihe=II. Band |Ort=Zug |Datum=1931 |Seiten=77-79, 120}}</ref> <ref>Perret, Franz / Vogler, Werner, Liste der Äbte des Klosters Pfäfers 731-1838, in: Texte zur Dorfgeschichte von Untervaz 2006, 34.</ref>
  
übrige Verwandte:
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===Onkel und Tanten===
  
* Sr. Anna Russinger, OCist, Chorfrau im [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Selnau Zisterzienserinnenkloster Selnau], Zürich
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* .... von Steinach, verheiratet mit Agnes Blarer von Wartensee (Schwester der Mutter).
  
== Wappen ==
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===Übrige Verwandte===
  
* Federzeichnung: {{Literatur | Autor='''[[Augustin Stöcklin | Stöcklin, Augustin]]''' | Titel=[http://www.muri-gries.ch/archiv/index.php/miscella-historica-monasterii-murensis-p-augustin-stocklin;isad?sf_culture=de Miscella historica Monasterii Murensis] | Jahr=1630 | Kommentar=Handschrift [[Cod. chart. 313]] und 313a, StiAMG Sarnen| Seiten = 179}}
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* Sr. Anna Russinger, OCist, Chorfrau im [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Selnau Zisterzienserinnenkloster Selnau], Zürich.
* Farbig: {{Literatur|Titel=[http://www.muri-gries.ch/archiv/index.php/compendium-archivi-murensis-nr-1740;isad?sf_culture=de Compendium Archivii Murensis] | Autor='''[[Leodegar Mayer | Mayer, Leodegar]]''' | Ort=Muri | Band=A | Seiten=28 | Kommentar=StiAMG Sarnen M.Cod. chart. 480}}
 
  
 
== Bibliographie ==
 
== Bibliographie ==
 
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* {{Literatur | Autor=Alfons Curti | Titel=Das Landenberg-Haus (Heimat-Museum) in Rapperswil | Ort=Uznach | Datum=1945}}
* Curti, Alfons, Das Landenberg-Haus. (Heimat-Museum) in Rapperswil, Uznach 1945.
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* {{Literatur | Autor=Alfons Curti | Titel=Die Jahrzeitbücher der Pfarrei Rapperswil | Hrsg=Bernhard Stolz | Sammelwerk=700 Jahre Stadtpfarrei Rapperswil Gedenkschrift zum 22. November 1953 | Ort=Rapperswil | Datum=1953 |Seiten=28-35}}
* Curti, Alfons, Die Jahrzeitbücher der Pfarrei Rapperswil, in: Stolz, Bernhard, 700 Jahre Stadtpfarrei Rapperswil. Gedenkschrift zum 22. November 1953, Rapperswil 1953, 28-35.
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* {{Literatur | Autor=Daniel Gaschick und Christian Würtz | Titel=Das Konstanzer Konzil Eine kleine Geschichte | Ort=Karlsruhe | Datum=2014}}
* Gaschick, Daniel / Würtz, Christian, Das Konzanzer Konzil. Eine kleine Geschichte, Karlsruhe 2014.
+
* {{Literatur | Autor=Eugen Gruber | Titel=Geschichte des Klosters Magdenau | Ort=Ingenbohl | Datum=1944 | Seiten=74}}
* Gruber, Eugen, Geschichte des Klosters Magdenau, Ingenbohl 1944.
 
 
* Helvetia Sacra, III I, S. 930f.
 
* Helvetia Sacra, III I, S. 930f.
* Henggeler, Rudolf, Professbuch der Benediktinerabteien Pfäfers, Rheinau, Fischingen, Monasticum-Benedictinum Helvetiae II. Band, Zug 1931.
+
* {{Literatur |Autor=Rudolf Henggeler |Titel=Professbuch der Benediktinerabteien Pfäfers, Rheinau, Fischingen |Reihe=Monasticon-Benedictinum Helvetiae |BandReihe=II. Band |Ort=Zug |Datum=1931}}
* '''[[Martin Kiem | Kiem, Martin]]''', Geschichte der Benedictiner Abtei Muri-Gries. Erster Band: Muri's älteste und mittlere Geschichte, Stans 1888, 197-217.
+
* {{Literatur | Autor=Martin Kiem | Titel=Geschichte der Benedictiner Abtei Muri-Gries | Ort=Stans | Datum=1888 | Band=1 | Seiten=197-217}}
* Staehelin, W. R., [https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=fsj-002:1949:16::57#57 Die Russinger], in: Der Schweizer Familienforscher 16 (1949) 3-4, 44-45.
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* Perret, Franz / Vogler, Werner, Liste der Äbte des Klosters Pfäfers 731-1838, in: Texte zur Dorfgeschichte von Untervaz 2006. [https://download.burgenverein-untervaz.ch/downloads/buecher_listen/Liste%20der%20Äbte%20des%20Klosters%20Pfäfers%20731-1838.pdf]
* Zeller, Joseph, Das Provinzialkapitel im Stifte Petershausen im Jahre 1417. Ein Beitrag zur Geschichte der Reformen im Benediktinerorden zur Zeit des Konstanzer Konzils, in: Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige, 10 resp. 41 (1922), 1-73.
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* {{Literatur |Autor=W. R. Staehelin |Titel=[https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=fsj-002:1949:16::57#57 Die Russinger] |Sammelwerk=Der Schweizer Familienforscher |Band=16 |Datum=1949 |Seiten=3-4, 44-45}}
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* {{Literatur | Autor=Joseph Zeller | Titel=Das Provinzialkapitel im Stifte Petershausen im Jahre 1417 Ein Beitrag zur Geschichte der Reformen im Benediktinerorden zur Zeit des Konstanzer Konzils | Sammelwerk=Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige | Band=41 | Datum=1922 | Seiten=1-73}}
 
* Professbuch: Nr. 278.
 
* Professbuch: Nr. 278.
  
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}}
 
}}

Aktuelle Version vom 29. Januar 2026, 07:45 Uhr

Wappen von Abt Georg Russinger in der "Miscella historica Monasterii Murensis" von P. Augustin Stöcklin, S. 179.

Georg Russinger (* unbekannt von Rapperswil?; † 10. Januar 1439) war Abt des Klosters Muri.

Lebensdaten

Wahl zum Abt: 19. März 1410

Ämter

Abt: 1410–1439

Lebensbeschreibung

Georg Russinger wurde am 19. März 1410 aus sieben Konventualen zum Abt gewählt. Er stammte aus einer angesehenen, wenn auch nicht ritterlichen Ministerialfamilie aus Rapperswil.

Vermutlich nahm er ab 1414 am Konstanzer Konzil teil, sicherlich aber am benediktinischen Provinzialkapitel im Benediktinerkloster Petershausen vom 28. Februar bis 19. März 1417.[1] Der Abt hatte Mühe, die auf dem Konzil von Konstanz beschlossenen Reformen für die Benediktiner bei seinem Konvent und im Kloster Hermetschwil durchzusetzen.

In seiner Amtszeit vollzog sich der Wechsel der Schirmherrschaft von der habsburgischen Stifterfamilie zur Eidgenossenschaft. Diese stellte dem Kloster Muri am 16. Oktober 1431 den Schutzbrief aus.

1425 erfolgte die erneute Schenkung der Kirche von Villmergen durch Kaiser Sigmund. Die Inkorporation verursachte allerdings Schwierigkeiten. Papst Eugen IV. erteilte dem Abt 1432 das Recht, den Laien, die innerhalb der Klostermauern wohnten die Sakramente zu spenden und ein kirchliches Begräbnis zu geben.

Abt Georg sorgte für Neuerwerbungen, vor allem in Thalwil und versuchte die von Krieg und Brand verursachten Schäden in der Ökonomie wieder auszubessern. Zu diesem Zweck liess er die alten Offnungen sowie Ding-, Hof- und Dorfrechte wieder erneuern. Dem Bischof half das Kloster des öfteren mit Geld aus, dieser zeigte sich wiederum verständnisvoll, besonders wenn es um die Seelsorgesituation ging. Als 1435 ein Teil der Stadt Zug in den See stürzte, spendete Abt Georg Almosen.

Wappen

Wappen von Georg Russinger
Blasonierung: „In Gold ein rückwärts schauender und rotbezungter, schwarzer Löwe mit roter Krone. Hinter dem Schild rechts in Schrägstellung ein goldener Krummstab mit Velum und links auf einem Spangenhelm mit golden-schwarzer Helmdecke ein wachsender, rückwärts schauender und rotbezungter, schwarzer Löwe mit roter Krone.“[2]

In der Barockzeit nachträglich zugewiesenes Wappen.

Verwandtschaft

Abt Georg Russinger stammte aus einem Rapperswiler Geschlecht[3]. Zu seinen Verwandten gehörten aufgrund des Nekrologiums vom Zisterzienserinnenkloster Magdenau nachstehende Personen:[4]

Eltern

  • Heinrich Russinger der Ältere († 4. November 1411), Statthalter von Rapperswil, verheiratet mit Elisabeth Blarer von Wartensee.

Grosseltern

  • Bilgri Russinger der Ältere († 1398), Besitzer eines Gutes in der Bleike, Rapperswil, Flurpfleger, Schiedsrichter, Vogt von Rapperswil [5]
    • Bilgeri Russinger der Jüngere († 1411), Untervogt zu Rapperswil, verheiratet mit Anna.

Geschwister und deren Nachkommen

  • Margaretha Russinger, verheiratet mit Heinrich von Tor.
  • Heinrich Russinger der Jüngere, Ratsmitglied in Rapperswil, Statthalter.
    • Hans Russinger († 1502), Burgvogt und Schultheiss von Rapperswil.[6]
      • Sr. Magdalena Russinger, OSB, Konventualin im Benediktinerinnenkloster Hermetschwil
      • Marx Russinger (* um 1490; † 1531 gefallen in der Schlacht am Gubel), Mitglied des Rates von Rapperswil, Säckelmeister, Übertritt zur Reformation, ab 1529 Bürger von Basel, verheiratet mit Verena Mutschlin (* 1485; † 1533) von Bremgarten
        • Johann Jakob Russinger, verheiratet mit Margarethe Band (* 1521; † 1589), Basel
          • Marc Russinger (* 1540; † 1583), verheiratet in zweiter Ehe mit Margaretha Gyssler und in dritter Ehe mit Margaretha Spirer, Basel
            • Emmanuel Russinger (* 1584; † 1655), verheiratet in erster Ehe mit Magdalena Schenck (* 1589; † 1649) und in zweiter Ehe mit Marie Hugo , Basel
              • Marx Russinger (* 26. November 1612), verheiratet mit Katharina Hagenbach, Basel
      • P. Johann Jakob Russinger, OSB, († 9. März 1549), Konventuale und Abt im Benediktinerkloster Pfäfers.[7] [8]
      • P. Georg Russinger, OSB, († 1540), Konventuale im Benediktinerkloster Pfäfers.[9] [10]

Onkel und Tanten

  • .... von Steinach, verheiratet mit Agnes Blarer von Wartensee (Schwester der Mutter).

Übrige Verwandte

Bibliographie

  • Alfons Curti: Das Landenberg-Haus – (Heimat-Museum) in Rapperswil. Uznach 1945.
  • Alfons Curti: Die Jahrzeitbücher der Pfarrei Rapperswil. In: Bernhard Stolz (Hrsg.): 700 Jahre Stadtpfarrei Rapperswil – Gedenkschrift zum 22. November 1953. Rapperswil 1953, S. 28–35.
  • Daniel Gaschick und Christian Würtz: Das Konstanzer Konzil – Eine kleine Geschichte. Karlsruhe 2014.
  • Eugen Gruber: Geschichte des Klosters Magdenau. Ingenbohl 1944, S. 74.
  • Helvetia Sacra, III I, S. 930f.
  • Rudolf Henggeler: Professbuch der Benediktinerabteien Pfäfers, Rheinau, Fischingen (= Monasticon-Benedictinum Helvetiae. II. Band). Zug 1931.
  • Martin Kiem: Geschichte der Benedictiner Abtei Muri-Gries. Band 1. Stans 1888, S. 197–217.
  • Perret, Franz / Vogler, Werner, Liste der Äbte des Klosters Pfäfers 731-1838, in: Texte zur Dorfgeschichte von Untervaz 2006. [1]
  • W. R. Staehelin: Die Russinger. In: Der Schweizer Familienforscher. Band 16, 1949, S. 3–4, 44–45.
  • Joseph Zeller: Das Provinzialkapitel im Stifte Petershausen im Jahre 1417 – Ein Beitrag zur Geschichte der Reformen im Benediktinerorden zur Zeit des Konstanzer Konzils. In: Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige. Band 41, 1922, S. 1–73.
  • Professbuch: Nr. 278.

Einzelnachweise

  1. Daniel Gaschick und Christian Würtz: Das Konstanzer Konzil – Eine kleine Geschichte. Karlsruhe 2014, S. 97–99. und Joseph Zeller: Das Provinzialkapitel im Stifte Petershausen im Jahre 1417 – Ein Beitrag zur Geschichte der Reformen im Benediktinerorden zur Zeit des Konstanzer Konzils. In: Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige. Band 41, 1922, S. 24.
  2. Farbig: Leodegar Mayer: Compendium Archivii Murensis. A. Muri, S. 28 (StiAMG Sarnen M.Cod. chart. 480). Federzeichnung: Augustin Stöcklin: Miscella historica Monasterii Murensis. 1630, S. 179 (Handschrift Cod. chart. 313 und 313a, StiAMG Sarnen).
  3. Alfons Curti: Das Landenberg-Haus – (Heimat-Museum) in Rapperswil. Uznach 1945, S. 7–20.
  4. Eugen Gruber: Geschichte des Klosters Magdenau. Ingenbohl 1944, S. 74.
  5. Alfons Curti: Die Jahrzeitbücher der Pfarrei Rapperswil. In: Bernhard Stolz (Hrsg.): 700 Jahre Stadtpfarrei Rapperswil – Gedenkschrift zum 22. November 1953. Rapperswil 1953, S. 32–34.
  6. W. R. Staehelin: Die Russinger. In: Der Schweizer Familienforscher. Band 16, 1949, S. 3–4, 44–45.
  7. Rudolf Henggeler: Professbuch der Benediktinerabteien Pfäfers, Rheinau, Fischingen (= Monasticon-Benedictinum Helvetiae. II. Band). Zug 1931, S. 120.
  8. Perret, Franz / Vogler, Werner, Liste der Äbte des Klosters Pfäfers 731-1838, in: Texte zur Dorfgeschichte von Untervaz 2006, 34-35.
  9. Rudolf Henggeler: Professbuch der Benediktinerabteien Pfäfers, Rheinau, Fischingen (= Monasticon-Benedictinum Helvetiae. II. Band). Zug 1931, S. 77–79, 120.
  10. Perret, Franz / Vogler, Werner, Liste der Äbte des Klosters Pfäfers 731-1838, in: Texte zur Dorfgeschichte von Untervaz 2006, 34.
VorgängerAmtNachfolger
Konrad Brunner (Abt)Abt
1410–1439
Ulrich Maier (Abt)