Hermetschwil

Aus Muri
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Pfarrei Hermetschwil

Die Pfarrei Hermetschwil [2] ist eng mit dem Benediktinerinnenkloster St. Martin in Hermetschwil verbunden. Sie ist im Besitz der Kirche Bruder Klaus [[3]], [1] , die seit Jahrhunderten ein Teil der Klosteranlage von Hermetschwil ausmacht. Die Pfarrei gehört heute zum Pastoralraum Bremgarten-Reusstal [4], der aus den nachfolgenden Pfarreien besteht: Bremgarten – St. Nikolaus | Hermetschwil – Bruder Klaus | Jonen – Franz Xaver | Lunkhofen – St. Leodegar | Zufikon – St. Martin. Der Pastoralraum wurde am 1. Juni 2013 mit einem feierlichen Gottesdienst durch Diözesanbischof Felix Gmür [5] errichtet.

Pfarrer von Hermetschwil [2]

  • ? Rudolphus Koch
  • ? Heinricus Nagel
  • 1354 P. Hans von Kirchbül
  • ab 1509 Sebastianus Schilling
  • 1514 P. Benedikt Matt, OSB, Benediktinerkloster Rheinau
  • 1529 P. Jakob Kalb
  • 1531–? Heinrich Nagel
  • um 1550 Casparus Schultheiss
  • um 1562 Christoph Pfyffer
  • 1586–1588 Peter Frank, nachher Leutpriester in Sursee [6]
  • 1588 Christoph Mannhart
  • 1588–1589 Johannes Spicher
  • 1590–1591 Jost Meier
  • 1591 Michael Schuhmacher († 1597), vorher Kaplan in Neudorf LU, nachher Pfarrer in Doppelschwand
  • 1592 Ulrich Kaltenstein
  • 1592–1593 Hans von Wohlen
  • 1593–1596 Johann Schwab
  • 1596–1598 Felix Müller
  • um 1607 Beat Rüttimann, vorher Pfründer auf der St. Annapfründe in Sursee, nachher Pfründer auf der Allerheiligen und St. Sebastian Pfründe in Sursee
  • um 1610 Werner Meyer von Bremgarten, vorher 1598 Prokurator in Laufenburg, Pfarrer in Wohlen und Bremgarten[3]
  • vor 1617 Jacobus Villinger [4], [5], nachher Pfarrer in Bünzen und Ehrenkaplan in Villmergen
  • 1617–1621 Kaspar Schulthess, vorher Pfarrer in Mellingen [6]
  • nach 1621 Christoph Chrägel
  • bis 1642 Gerg Imler
  • 1642–1643 Wolfgang Feer
  • 1643–1645 P. Zacharias N., Konventuale von ..
  • 1645–1650 Johannes Bucher
  • 1650–1651 Nicolaus Kappeler von Bremgarten (1609–1665) [7], Pfarrer in Boswil, nachmals Lunkhofen
  • 1651–1658 Benedikt Suter, nachher Kaplan in Villmergen, Pfarrer in Lunkhofen und Vierherr in Sursee
  • 1658–1660 Nicolaus Schwizer
  • 1660–1663 Wagenmann, nachher Eintritt in den Kapuzinerorden
  • 1663–1669 Johann Stierlin, Pronotar, nachher Ehrenkaplan in Villmergen, Leutpriester in Sursee und Pfarrer in Beinwil
  • 1669–1674 Johann Balthasar Bernard, nachher Lunkhofen
  • 1674–1683 Johann Jodok (Jost) Keller, Dr. theol. und Apostolischer Pronotar, nachher Lunkhofen, 1682 Stifter einer kleinen Figurenscheibe [7] mit der Darstellung des göttlichen Schutzes, hergestellt von Hans Jakob Geilinger dem Jüngeren von Luzern.
  • 1683–1690 Johann Melchior Müller (1633-1690) [8],[8] vorher Pfarrer in Aadorf und Hüttwilen, nachher Pfarrer in Boswil, Bruder von Jakob Johann Müller (1621-1677),[9] Pfarrhelfer und Kapitelssekretär in Zug sowie von P. Jacobus Müller (1635-1712),[10] OCap., Enkel von Melchior Müller-Kolin, der Ältere
  • 1690–1717 Johann Caspar Peregrinus Troxler
  • 1718–1719 Wolfgang Anton Müller, Dr. theol., apostolischer Pronotar, [11] nachher Beinwil, Bruder von P. Dominik Müller und Neffe von Fürstabt Plazidus Zurlauben, Kloster Muri
  • 1719 Anton Gugelberg, vorher Pfarrer in Walenstadt SG
  • 1719–1728 Franz Ignaz Henseler († 23. Mai 1729)
  • 1728–1755 Francisus Jacob Bucher (* 10. Februar 1703 in Bremgarten), Sohn von Dr. med. Rudolf Bucher, Bremgarten [9]
  • 1755–1789 Karl Josef Meyenberg,[12] nachher Ehrenkaplan in Villmergen
  • 1789– Bernard Wildi, vorher Frühmesser in Wohlen, Überlebender der Schiffskatastrophe 1770 bei Olten [13]
  • bis 1805 Ludwig Keller, nachher Stadtpfarrer in Bremgarten, Bruder von P. Pirmin Keller
  • 1805– Johann Nepomuk Diener, vorher Vikar in Thalheim und Pfarrer in Dettensee
  • 1828–1830 Johann Baptist Kuhn (* 24. Juni 1791; † 30. August 1864), vorher Vikar in Dietwil, nachher Pfarrer in Rüti und Chorherr im Stift St. Verena in Zurzach </ref> [14]
  • 1830–1836 Franz Josef, Kaufmann von Zufikon
  • 1836-1850 Jakob Wikart, (1810-1850), vorher Vikar in Hermetschwil [15]
  • 1876–1877 P. Plazidus Wassmer
  • 1878–1920 Joseph Alois Keusch (* 1840; † 1930) von Boswil, vorher Kaplan in Stetten, nachher Pfarrer in Öschgen, Frühmesser in Abtwil [16], Mitbegründer und Leiter des heutigen Kinderheims St. Benedikt [17]
  • 1921–1928 P. Bonifaz Stücheli
  • 1928–1944 P. Karl Huber
  • 1944–1947 P. Ildefons Heule
  • 1948–1968 P. Nikolaus Kathriner
  • 1968–1974 P. Benedikt Meyer
  • 1974–1992 P. Thomas Hardegger
  • 1992–1994 P. Gerold Bonderer
  • 1995–1996 P. Frowin Müller
  • 1996–1997 P. Hannes Weder von Pratteln
  • 1997–2005 P. Bonifaz Klingler
  • 2005-2010 Sylwester Kwiatkowski

Pfarreichronik

  • 1529 Die Pfarrangehörigen von Hermetschwil entscheiden sich für die Reformation.
  • 1532 Aufgrund des Kappelerkriege müssen die Freiämter zum alten Glauben zurückkehren. Die Kirche muss wiederhergestellt werden
  • 1603-1605 Vergrösserung der Kirche und Aufrichtung eines neuen Hochaltares unter der Meisterin Margareta Graf
  • 1606 Weihe durch den Nuntius Johannes Graf Turrianus am 23. April in Anwesenheit von Abt Johann Jodok Singisen
  • 1692-1693 Neubau Pfarrhof, Kosten 2177 Gulden
  • 1728 Installation eines Chorgitters in der Kirche für 216 Gulden. Die Kosten übernahm das Kloster Muri.
  • 1733 Neuer Choraltar von Fürstabt Gerold Haimb für 381 Gulden
  • 1748 Bau eines neuen Kirchturmes. Fürstabt Gerold Haimb beteiligte sich an den Kosten mit 106 Gulden.
  • 1974-1975 umfassende Renovation der Kirche

Klosternachwuchs Muri-Gries

Klosternachwuchs Hermetschwil

Klosternachwuchs für nahestehende Klöster

Sonstige klösterliche Berufungen

Bibliographie

  • Anne-Marie Dubler: Hermetschwil. In: Frühe Klöster – Die Benediktiner und Benediktinerinnen der Schweiz (= Helvetia Sacra, Abteilung III, Die Orden mit Benediktinerregel Band I Dritter Teil). Bern 1986, S. 1843–1844.
  • Felder, Peter, Die Kunstdenkmäler des Kantons Aargau Band IV. Der Bezirk Bremgarten, Basel 1967.
  • Huber, Johannes, Geschichte des Stifts Zurzach, Klingnau 1869.
  • Albert Iten: Der Weltklerus zugerischer Herkunft und Wirksamkeit bis 1952. Tugium Sacrum Band I (= Geschichtsfreund. Beiheft Nr. 2). Zug 1952.
  • Albert Iten: Tugium Sacrum Band II – Die Zuger Geistlichen der Orden, Kongregationen und Gesellschaften (= Beiheft Nr. 15 zum Geschichtsfreund). Zug 1973.
  • Klemens, Arnold, Die Schiffskatastrophen von Olten in den Jahren 1730 und 1770, in: Jahrbuch für Solothurnische Geschichte 39 (1966), 334–338. [15]
  • Keusch, Melanie, Der steinige Beginn einer guten Nachbarschaft. Von der Gründung des Kinderheims St. Benedikt in Hermetschwil in Zeiten des Umbruchs, in: Bremgarter Neujahrsblätter (2018), 43–54. [16]
  • Kuhn, Dieter, Hermetschwil-Staffeln. Geschichte und Geschichten, Hermetschwil-Staffeln 2000.
  • Lehmann, Hans, Geschichte der Luzerner Glasmalerei von den Anfängen bis zu Beginn des 18. Jahrhunderts, Luzern 1942.
  • Sabine Lustenberger: Schwesternverzeichnis. In: 400 Jahre Kloster St. Klara 1615-2015. Stans 2015, S. 220–236.
  • Felici Maissen: Schweizer Studenten an der Universität Innsbruck 1671-1900. In: Der Geschichtsfreund. Band 78, 1984, S. 129–169 (e-periodica.ch [abgerufen am 16. August 2021]).
  • Gregor Meng: Das Landkapitel Mellingen in der Diözese Basel. J. B. Keller, Muri 1869, S. 68.
  • Arnold Nüscheler: Die Argauischen Gotteshäuser in den Dekanaten Hochdorf, Mellingen, Aarau und Willisau, Bisthums Konstanz. In: Argovia. Band 26, 1895, S. 1–129 (e-periodica.ch [abgerufen am 8. Mai 2023]).
  • Steimer, Timotheus, Das Kapuzinerkloster Schüpfheim. Geschichtliche Notizen zu seinem 250jährigen Bestand (1655-1905), Einsiedeln - Waldshut - Köln 1905.
  • Stöckli, Alban, Ein Dorf jubiliert. Ein Beitrag zur Geschichte von Hermetschwil-Staffeln zum achten Zentenarium 1159-1959, Wohlen 1959.
  • Rainer Stöckli: Geschichte der Stadt Mellingen von 1500 bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts (= Historische Schriften der Universität Freiburg Schweiz. Band 7). Freiburg 1979.
  • Stöckli, Rainer, Vor 400 Jahren - zwei Bremgarter Geistliche in Mellingen, in: Bremgarter Neujahrsblätter (1988), 61–77. [17]
  • Peter Villiger: 750 Jahre Villinger/Villiger – Ein illustrierter Beitrag zu einer Dokumentation von 1232-1982. Villiger, Sins 1982.
  • Dominicus Willi: Album Wettingense – Verzeichnis der Mitglieder des exemten und konsistorialen Cistercienser-Stiftes B. V. M. de Marisstella zu Wettingen-Mehrerau. Zweite verbesserte Auflage. Limburg an der Lahn 1904 (archive.org [abgerufen am 26. April 2021]).
  • Zumbach, Ernst, Verzeichnis der Schwestern des Kapuzinerinnenklosters St. Klara zu Maria Opferung in Zug, Separatdruck aus Heimat-Klänge, Zug 1975.
  • ?, Aargau. Jakob Wikart, in: Schweizerische Kirchenzeitung SKZ (1850) Nr. 34, 267-268.

Einzelnachweise

  1. ↑ Arnold Nüscheler: Die Argauischen Gotteshäuser in den Dekanaten Hochdorf, Mellingen, Aarau und Willisau, Bisthums Konstanz. In: Argovia. Band 26, 1895, S. 39–41 (e-periodica.ch [abgerufen am 8. Mai 2023]).
  2. ↑ Meng, Gregor, Das Landkapitel Mellingen in der Diözese Basel, Muri 1869, 68–70.
  3. ↑ Stöckli, Rainer, Vor 400 Jahren - zwei Bremgarter Geistliche in Mellingen, in: Bremgarter Neujahrsblätter (1988), 73–74.
  4. ↑ Villiger, Peter, 750 Jahre Villigner / Villiger. Ein illustrierter Beitrag zu einer Dokumentation von 1232-1982, Sins 1982, 52.
  5. ↑ Albert Iten: Der Weltklerus zugerischer Herkunft und Wirksamkeit bis 1952. Tugium Sacrum Band I (= Geschichtsfreund. Beiheft Nr. 2). Zug 1952, S. 422.
  6. ↑ Rainer Stöckli: Geschichte der Stadt Mellingen von 1500 bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts (= Historische Schriften der Universität Freiburg Schweiz. Band 7). Freiburg 1979.
  7. ↑ Lehmann, Hans, Geschichte der Luzerner Glasmalerei von den Anfängen bis zu Beginn des 18. Jahrhunderts, Luzern 1942, 208.
  8. ↑ Albert Iten: Der Weltklerus zugerischer Herkunft und Wirksamkeit bis 1952. Tugium Sacrum Band I (= Geschichtsfreund. Beiheft Nr. 2). Zug 1952, S. 324.
  9. ↑ Albert Iten: Der Weltklerus zugerischer Herkunft und Wirksamkeit bis 1952. Tugium Sacrum Band I (= Geschichtsfreund. Beiheft Nr. 2). Zug 1952, S. 323.
  10. ↑ Albert Iten: Tugium Sacrum Band II – Die Zuger Geistlichen der Orden, Kongregationen und Gesellschaften (= Beiheft Nr. 15 zum Geschichtsfreund). Zug 1973, S. 125.
  11. ↑ Albert Iten: Der Weltklerus zugerischer Herkunft und Wirksamkeit bis 1952. Tugium Sacrum Band I (= Geschichtsfreund. Beiheft Nr. 2). Zug 1952, S. 331–332.
  12. ↑ Albert Iten: Der Weltklerus zugerischer Herkunft und Wirksamkeit bis 1952. Tugium Sacrum Band I (= Geschichtsfreund. Beiheft Nr. 2). Zug 1952, S. 308.
  13. ↑ Klemens, Arnold, Die Schiffskatastrophen von Olten in den Jahren 1730 und 1770, in: Jahrbuch für Solothurnische Geschichte 39 (1966), 337.
  14. ↑ Huber, Johannes, Geschichte des Stifts Zurzach, Klingnau 1869, 288–289.
  15. ↑ ?, Aargau. Jakob Wikart, in: Schweizerische Kirchenzeitung SKZ (1850) Nr. 34, 267-268.
  16. ↑ Felici Maissen: Schweizer Studenten an der Universität Innsbruck 1671-1900. In: Der Geschichtsfreund. Band 78, 1984, S. 140 (e-periodica.ch [abgerufen am 16. August 2021]).
  17. ↑ Keusch, Melanie, Der steinige Beginn einer guten Nachbarschaft. Von der Gründung des Kinderheims St. Benedikt in Hermetschwil in Zeiten des Umbruchs, in: Bremgarter Neujahrsblätter (2018), 43–54. [1]
  18. ↑ Sabine Lustenberger: Schwesternverzeichnis. In: 400 Jahre Kloster St. Klara 1615-2015. Stans 2015, S. 233.
  19. ↑ Zumbach, Ernst, Verzeichnis der Schwestern des Kapuzinerinnenklosters St. Klara zu Maria Opferung in Zug, Separatdruck aus Heimat-Klänge, Zug 1975, 31.
  20. ↑ Dominicus Willi: Album Wettingense – Verzeichnis der Mitglieder des exemten und konsistorialen Cistercienser-Stiftes B. V. M. de Marisstella zu Wettingen-Mehrerau. Zweite verbesserte Auflage. Limburg an der Lahn 1904 (archive.org [abgerufen am 26. April 2021] Nr. 564).
  21. ↑ Steimer, Timotheus, Das Kapuzinerkloster Schüpfheim. Geschichtliche Notizen zu seinem 250jährigen Bestand (1655-1905), Einsiedeln - Waldshut - Köln 1905, 83.