Wohlen

Aus Muri
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Pfarrei

Die Pfarrei Wohlen geht auf den Anfang des 11. Jahrhunderts zurück. Damals entsteht auch die erste Kirche St. Stephan. Als Stifter gelten die Grafen von Lenzburg, die die Pfarrei dann dem Stift Schänis schenken, oder das Stift Schänis selber. Dieses besitzt damals einen grossen Hof in Wohlen, und kann die Kirche auf eigenem Land erstellt haben. Sie kommt frühestens Ende des 12. Jahrhunderts an die Edlen von Wohlen, ungefähr zwischen 1173 und 1185. Der Kirchensatz von Wohlen wurde am 17.5.1485 vom Konstanzer Bischof Otto IV. von Sonnenberg dem Kloster Muri inkorporiert.[1] Fürstabt Plazidus Zurlauben liess 1718 die Pfarrei Glatt im Tausch gegen die Pfarrei Wohlen vom Bistum Konstanz inkorporieren. Nach dem Verlust der süddeutschen Herrschaft kam dann Wohlen 1808 wieder an Muri zurück.

Pfarrer

  • um 1477 Johannes Seckler
  • 1569 P. Ludwig Studer
  • Michael Weiss
  • -1674 Johann Jakob Letter, Vetter von Abt Johann Jodok Singisen und Pater Franz Letter
  • 1674-1676 Johann Bernard Hantschin
  • 1676-1690 Franciscus Brunner
  • 1690-1709 Johann Synes. Custer
  • 1709-1722 Fridolin Etterlin
  • 1722-1736 Hieronymus Weissenbach
  • 1736-1754 Bernard Andermatt
  • 1754-1757 Josef Plazidus Rey
  • 1757-1770 Franz Ignaz Henseler
  • 1770-1785 Basilius Weissenbach
  • 1785-1816 Jost Anton Hausherr, Bruder von Pater Basil Hausheer
  • 1816–1825 P. Bonaventura Weissenbach
  • 1825–1854 P. Josef Keller
  • 1855-1861 Josef Brunner
  • 1861-1873 Franz Josef Schallberger
  • 1873-1874 F. Nesse (Pfarrverweser)
  • 1874-1875 Franz Laube (Pfarrverweser)
  • 1875-1904 Josef Burch
  • 1904-1940 Fridolin Meyer
  • 1940- Emil Obrist

Frühmesser

Vikar

Pfarrchronik

  • 1477 Gründung der St. Barbara-Bruderschaft durch Pfarrer Johannes Seckler
  • 1484 Erhalt des "Ius Patronatus Ecclesiae Parochialis com omnibus iuribus suis" durch die Abtei Muri von Johann Rudolf von Greifensee
  • 1485 Inkorporation der Pfarrei ins Kloster Muri
  • 1488 Bau einer neuen Kirche durch das Kloster Muri unter Abt Johannes Hagnaueram Standort der heutigen Kirche
  • 1529 Bildersturm
  • 1531 Die von den Reformierten stark beschädigte Kirche wird abgetragen und durch einen Neubau ersetzt.
  • 1631 Auswechslung des Helms auf dem Kirchturm und Renovation der St. Annakapelle
  • 1635 Einführung des Sebastianfesttages wegen der Pest
  • 1636 Glockenweihe durch Abt Johann Jodok Singisen
  • Gründung der Rosenkranzbruderschaft in Anwesenheit von Pater Benedikt Lang
  • 1662 Weihe des neuen Choraltares durch den Weihbischof von Konstanz
  • 1676 Weihe der St. Annakapelle durch Abt Hieronymus Troger
  • 1693 Bau eines neuen Chorraumes durch Abt Plazidus Zurlauben
  • 1711 Renovation der St. Annakapelle
  • 1728 Neue Glocke mit dem Wappen des Fürstabtes Gerold Haimb
  • 1738 Renovation des Pfarrhauses, Kosten für das Kloster: 201 Gulden
  • 1759 Pfarrhofumbau
  • 1770 Renovation der Pfarrkirche
  • 1804 Baubeginn der neuen Kirche. Sie wird vom Luzerner Niklaus Purtschert erbaut.
  • 1807 Abschluss der Bauarbeiten für die neue Kirche [1]
  • 1808 Einweihung der heutigen Pfarrkirche St. Leonhard
  • 1841 Aufhebung der Klosters Muri, Verwaltung des Pfarreivermögens durch den Kanton Aargau
  • 1894 Renovation der St. Annakapelle
  • 1906 Auszahlung des Pfarrvermögens an die Kirchgemeinde
  • 1996 Innen- und Aussenrenovation der Pfarrkriche

Einzelnachweise

  1. CH-000051-7 Urkunden Muri 542 und 543, siehe Helvetia Sacra, III I, S. 931.

Bibliographie

  • Helvetia Sacra, III I, S. 931.